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Für Schimpfwörter gibt es Punktabzüge
Am Sonnabend findet die Cheerleading-Landesmeisterschaft in der VW-Halle statt – 400 Restkarten an der Tageskasse
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Februar 2010
Von Daniel Beutler
Braunschweig. Am Sonnabend findet in der Volkswagenhalle die Niedersächsische Cheerleading-Meisterschaft statt. Wer die Titel gewinnen wird, ist nicht vorauszusehen. Aber warum, das schon.
Zwei siebenköpfige Jurys bewerten im Wechsel die Auftritte bei der Landesmeisterschaft. Dabei kommt es nicht in erste Linie darauf an, wer die höchsten Figuren baut oder die meisten Salti zeigt.
„Es gibt sieben verschiedene Wertungskategorien. Wie werden die Pyramiden ausgeführt, lächeln die Cheerleader immer, werden die Tänze und Zwischenparts gut ausgeführt. Auch die Musik ist wichtig. Wenn der Text nicht jugendfrei ist, also Schimpfwörter enthält, gibt es Punktabzüge. Das alles fließt mit in die Wertung ein“, nennt Stephanie Kroll von der Cheer Company Weddel, selbst als Jurorin bundesweit im Einsatz, einige Beispiele, worauf geachtet wird. Also eigentlich auf alles und jede Kleinigkeit.
Drei Minuten dauern die Choreografien und bis zu 25 Cheerleader können in einem Team sein. „Je größer das Team ist, umso mehr Figuren und ShowElemente können gezeigt werden. Und dann gibt es auch mehr Punkte“, erklärt Kroll. Bis zu
330 Punkte können erreicht werden. Aber im Grunde ist für die Jury auch das am wichtigsten, was für die Zuschauer zählt: „Ich muss mich unterhalten fühlen. Das ist die Hauptaufgabe einer Show, sie soll mir Spaß bereiten“, meint Kroll.
In Niedersachsen gibt es derweil, so Kroll, ein dichtes Leistungsgefüge, sodass Favoriten schwer auszumachen sind und spannende Wettkämpfe zu erwarten seien. Und am Ende machen dann die kleinen und großen Fehler den Unterschied, den meist kaum einer sieht - außer der Jury.





