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Streit um Museums-Pläne

Braunschweigisches Landesmuseum soll Teil eines Instituts werden

Veröffentlicht am Mittwoch, 02. Juli 2008 Von Ingeborg Obi-Preuß 

Braunschweig (obi). Das Braunschweigische Landesmuseum soll nach dem Willen der Landesregierung künftig Teil eines neu geplanten Instituts für Archäologie und Denkmalpflege werden. Dazu gehören soll auch das Landesamt für Denkmalpflege in Hannover und das Institut für historische Küstenforschung in Wilhelmshaven.

Das Projekt ist umstritten. Während Lutz Stratmann, Minister für Wissenschaft und Kultur von einer „Stärkung der Archäologie und Denkmalpflege“ spricht, empört sich die Grüne Landtagsabgeordnete aus Braunschweig, Gabriele Heinen-Kljajic: „Der Umgang mit den Einrichtungen ist ein Skandal.“ Die kulturpolitische Sprecherin bemängelt, dass betroffene Häuser nicht in die Planungen einbezogen wurden und „über deren Köpfe hinweg entschieden würde.“
Das sei nicht nur schlechter Stil, sondern auch unvereinbar mit der niedersächsischen Verfassung, sagt Kljajic. Dort sei geregelt, dass „die heimatgebundenen Einrichtungen der ehemaligen Länder weiterhin dem heimatlichen Interesse dienstbar zu machen und zu erhalten sind.“
Die Museumspolitik des Ministers sei „ohne Hand und Fuß.“ Erst vor drei Jahren seien die drei Braunschweiger Landesmuseen zu einem Betrieb zusammengeschlossen worden, ein Museum aus dieser Dachorganisation wieder herauszulösen, würde alle bisherigen Maßnahmen hinfällig machen.“

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