Am Ende nicht abgezockt genug

Braunschweig/Oldenburg.

Mit zwei Dreiern hielt Löwen-Topscorer DeAndre Lansdowne (rechts) seine Löwen in der heißen Schlussphase im Spiel. Foto: Martin Remmers/BestPixels.de

Nach ihrem Sieg im Hinspiel wäre es den Löwen-Basketballern in Oldenburg fast noch einmal gelungen, den Vizemeister und hohen Favoriten zu bezwingen. In der Schlussphase agierte das junge Löwen-Team allerdings nicht souverän genug, so dass die Oldenburger den 86:84-Erfolg ins Ziel retten konnten.

Vor 5237 Zuschauern in der EWE-Arena scheiterte der Löwen-Sieg am letzten Wurf. Tommy Klepeisz zog unmittelbar vor dem finalen Buzzer in die Zone. Anstatt den Wurf selbst zu nehmen, suchte er jedoch Dennis Nawrocki in der Ecke, der den Ball aber erst nach der Schlusssirene loswurde – und noch dazu einen Airball abfeuerte. „Am Ende hat uns das Glück und die nötige Cleverness gefehlt“, nannte Bazou Koné einen wichtigen Grund für die hauchdünne Niederlage. Er meinte sicher nicht nur Klepeisz‘ Fehlentscheidung in der Schlusssekunde, sondern einige weitere schlechte Abschlüsse in der „Crunchtime“. Dem nervenstarken DeAndre Lansdowne (24 Punkte), der in den letzten 41 Sekunden zwei Dreier traf, war es zu verdanken, dass die Löwen überhaupt noch so nah dran waren.

Doch insgesamt hatten die Gäste gegen einen Playoff-Anwärter stark mitgehalten und sich von den Läufen der Oldenburger, mit denen diese sich mehrfach leicht absetzen konnten, nicht verunsichern lassen. Immer wieder kam das Team um Allstar Scott Eatherton, der mit 15 Zählern und bockstarken 18 Rebounds erneut ein Double-Double auflegte, zurück, ließ sich nicht abschütteln. So wie im ersten Viertel, als die Löwen zunächst 4:13 zurücklagen (5. Minute), ehe Koné einen unwiderstehlichen Lauf der Löwen mit seinem Dreier zur 15:14-Führung krönte (8. Minute). Der schmalgliedrige Guard war es auch, der das Team von Trainer Frank Menz im dritten Viertel mit acht Zählern in Serie im Spiel hielt.

Auch die Oldenburger begingen in der spannenden Schlussphase Dummheiten, etwa, als sie Tommy Klepeisz acht Sekunden vor dem Ende beim Dreier foulten oder einen Rückspiel-Verstoß beim Einwurf begingen, der die Löwen zweieinhalb Sekunden vor Schluss überhaupt noch einmal bei zwei Punkten Rückstand in Ballbesitz brachte. Doch die Fehler der Löwen, darunter auch zwei vergebene Freiwürfe des eigentlich an der Linie sehr sicheren Klepeisz in den finalen acht Sekunden, wogen am Ende schwerer.

Für die Löwen punkteten: Lansdowne 24, Eatherton 15 (18 Rebounds, 3 Blocks), Koné 15, Klepeisz 11, Janavicius 8, Jaramaz 5, Lagerpusch 2, Morse 2, Schwartz 2, Nawrocki.

^