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„Anzeigenblätter können Vertrauen stiften“

Frühjahrstagung des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter in Berlin – Lob und Anerkennung für Gratiszeitungen.

Dr. Mathias Döpfner, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), BVDA-Präsident Alexander Lenders, BVDA-Geschäftsführer Dr. Jörg Eggers und Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des BDZV (von links). Foto: Bernd Brundert

Von Ingeborg Obi-Preuß, 25.04.2018.

Berlin. Starker Auftritt für eine starke Gattung: Die Frühjahrstagung des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) in Berlin machte deutlich, wie wichtig und fest verankert in der Gesellschaft die kostenlosen Printprodukte nach wie vor sind.

BVDA-Präsident Alexander Lenders begrüßte rund 300 Gäste im Hotel Titanic Chaussee Berlin. „Wir freuen uns sehr über die vielen hochkarätigen Einreichungen, die die beeindruckende journalistische Qualität, Innovationskraft und große Leser- und Verbrauchernähe der Anzeigenblätter eindrucksvoll veranschaulichen“, sagte Lenders und sprach mit Stolz vom BVDA-Medienpreis „Durchblick“.

Grußworte gab es unter anderem von Dr. Mathias Döpfner, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). „Angesichts der gemeinsamen Herausforderungen von Anzeigenblättern und Tageszeitungen in einer digitalisierten Welt gilt es, die Interessen der Printbranche geschlossen zu vertreten und mit Selbstbewusstsein in die Zukunft zu blicken“, betonte er die wichtige Rolle der Gratiszeitungen.

Die Tagung in Berlin war auch der passende Rahmen, um die journalistische Stärke mit dem Medienpreis „Durchblick“ zu würdigen. Ausgezeichnet wurden Preisträger in den Kategorien „Beste journalistische Leistung“, „Leser- und Verbrauchernähe“, „Innovation – die beste Idee des Jahres“ und „Beste digitale Aktivität“.

Hans Leyendecker, investigativer Journalist und Präsident des Kirchentages 2019, verglich Anzeigenblätter mit Dorfbrunnen, an denen sich früher die Menschen trafen, um Wasser zu holen und sich die neuesten Nachrichten zu erzählen. „Sie erreichen Gemeinschaften, die ansonsten nur noch wenig verbindet, und können für den Erhalt der Demokratie wichtig sein“, betonte er. Die Berichterstattung der lokalen Blätter über das Ehrenamt sei notwendig und richtig, da die Ehrenamtlichen ein Band des Vertrauens in einer zerrissenen Gesellschaft knüpften. „Die Wertschätzung für die Ehrenamtlichen kann die Gesellschaft wieder ein Stück zusammenbringen und da können die Gratisblätter eine gesellschaftliche Aufgabe haben.“ Es wäre gut, wenn die Anzeigenblätter dabei helfen könnten, mehr Vertrauen zu stiften und Zuversicht zu verbreiten.

Dem BVDA gehören 219 Verlage mit insgesamt 893 Titeln und einer Wochenauflage von 64,5 Millionen Exemplaren an. Damit repräsentiert der BVDA rund 77 Prozent der Gesamtauflage der deutschen Anzeigenblätter. Anzeigenblätter werden bundesweit von mehr als 50 Millionen Menschen gelesen.

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