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Arnold: „Haben es selbst in der Hand“

Fußball: Eintracht droht nach schwacher Leistung der Abstieg – Sonntag gegen Kiel.

Tröstet Torhüter Jasmin Fejzic: Eintrachts Philipp Hofmann. Foto: SH

Von Elmar von Cramon, 08.05.2018.

Braunschweig. Konsterniert verließen die Spieler von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig nach dem 0:2 gegen den FC Ingolstadt am Sonntag den Platz, während Trainer Torsten Lieberknecht in der Südkurve von Fan-Vorsänger Thilo Götz getröstet wurde.
Zum ersten Mal in dieser Spielzeit rutschten die Blau-Gelben auf den Relegationsplatz und müssen vor dem Saisonfinale bei Aufstiegs-Relegationsteilnehmer Holstein Kiel mehr denn je um den Klassenerhalt bangen. Einziger Hoffnungsschimmer: Die Löwen sind nicht auf fremde Hilfe angewiesen und wären bei einem Sieg in der Fördestadt gerettet.

„Die Mannschaft konnte mit der Situation nicht umgehen und hat nach dem Rückstand keine Struktur mehr gezeigt, die nötig gewesen wäre, um Druck auszuüben“, erklärt Marc Arnold.
Ausgerechnet der sonst zuverlässige Jasmin Fejzic hatte die Niederlage mit seinem missglückten Klärungsversuch außerhalb des Strafraums eingeleitet, den Ingolstadts Robert Leipertz in der 56. Minute zur Gästeführung nutzen konnte. FCI-Torjäger Stefan Kutschke besorgte in der 67. Minute die Vorentscheidung und stieß die Blau-Gelben ins Unglück.
Dennoch wollen die Löwen sich Aufbäumen und glauben an ihre Chance. „Es gilt, für Sonntag 18 Spieler zu finden, die fit sind und trotz des Drucks die nötige Lockerheit mitbringen“, weiß Eintrachts sportlicher Leiter um das Anforderungsprofil bei der Kaderzusammenstellung für das Wochenende. Trotz der prekären Situation würde ein Sieg jedoch zum Klassenverbleib reichen, was zumindest den Blick auf die anderen Partien überflüssig macht: „Wir haben es selbst in der Hand, auch wenn wir auf einen sehr starken Gegner treffen“, so der 47-Jährige, der die Herangehensweise der Kieler schwer einzuschätzen findet: „Man kann nicht davon ausgehen, dass sie Leistungsträger für die Relegation schonen werden, da sich jeder Verein anders auf so eine Situation vorbereitet.“
Aufseiten der Löwen ruhen gewisse Hoffnungen auf einem Mitwirken von Suleiman Abdullahi, der zu Wochenbeginn individuell trainierte. „Wir müssen abwarten, ob es reicht“, gibt sich Arnold in Bezug auf ein Mitwirken des Nigerianers abwartend, der Eintracht neben seinem Tempo auch die zuletzt fehlende Torgefahr zurückbringen könnte.
Auch Salim Khelifi und Ahmet Canbaz trainieren seit Wochenbeginn wieder mit, während die Langzeitverletzten Joe Baffo, Christoffer Nyman und Steve Breitkreuz ebenso wie Philipp Hofmann (5. Gelbe Karte) in Kiel ausfallen werden.
Ein Trainingslager werden die Blau-Gelben vor der anstehenden Partie voraussichtlich nicht beziehen, offen ist allerdings, ob sich im Trainingsplan bis zum Spieltag noch Änderungen ergeben: „Mittwoch trainieren wir zweimal, der weitere Anlauf wird noch festgelegt.“
Nicht beeindrucken lässt er sich derweil von den am vergangenen Sonntag geäußerten Anfeindungen einiger Löwen-Anhänger, die mit „Arnold Raus“-Parolen seine Ablösung forderten: „Das sind die üblichen Mechanismen, es sieht so aus, als seien die Leute auf der Suche nach einem Sündenbock.“

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