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Arnold: Konkurrenzdruck gehört dazu

2. Fußball-Bundesliga: Eintrachts Sportlicher Leiter zum glücklichen Punktgewinn in Würzburg.

Mit seinem fünften Saisontor rettete der Schwede Christoffer Nyman seiner Eintracht in Würzburg einen Punkt. Bis in die Nachspielzeit mussten die Braunschweiger Fans auf diesen Treffer warten. Foto (Archiv): Agentur Hübner

Von Elmar von Cramon, 31.01.2017.

Braunschweig.
Mit dem 1:1 bei den Würzburger Kickers gelang den Löwen zum Rückrundenauftakt ein wichtiger Teilerfolg bei einem Konkurrenten im Aufstiegskampf. Da Christoffer Nyman das Ausgleichstor vor 10152 Zuschauern erst in der Nachspielzeit gelang, war der Punktgewinn dennoch glücklich.

Für die Leistung in der ersten Halbzeit, in der Valdet Rama (33.) die Hausherren in Führung gebracht hatte, fand Trainer Torsten Lieberknecht im Anschluss deutliche Worte. Am kommenden Wochenende treffen die Blau-Gelben im Nordderby auf den FC St. Pauli, der weiterhin im Tabellenkeller steht.

„Wenn ein Unentschieden so zustande kommt, muss man von einem glücklichen Punktgewinn sprechen“, so Marc Arnold über die Partie vom vergangenen Wochenende. Für den sportlichen Leiter der Löwen steht unter dem Strich aber durchaus ein positives Fazit, wenn auch mit Einschränkungen: „Wir haben einen Zähler bei einem sehr ambitionierten Gegner geholt, auch wenn wir mit der spielerischen Leistung nicht ganz zufrieden sein können.“ Neben der Tatsache, dass es den Löwen gelang den Kickers das erste Gegentor seit über 400 Minuten „einzuschenken“, waren für Arnold weitere positive Aspekte vorhanden: „Die Mannschaft hat ein spätes Tor nach einer Standardsituation erzielt und sich körperlich in einem guten Zustand gezeigt.“

Die deutlichen Worte von Torsten Lieberknecht unmittelbar nach Spielschluss sieht der 46-Jährige durch den positiven Verlauf der Vorbereitung und die daraus entstandenen Ansprüche der Mannschaft an sich selbst begründet: „Auch wenn Fußball ein Ergebnissport ist, hat die spielerische Leistung in Würzburg nicht zu den guten Eindrücken der Mannschaft in den letzten Wochen gepasst. Wir möchten in Zukunft andere Leistungen sehen, auch weil wir einen ausgeglichenen Kader besitzen und sechs Spieler am Wochenende zuhause bleiben mussten.“ Die Erwartungshaltung an den einen oder anderen in der Startelf sei deshalb insbesondere gewesen, „seine Position noch mehr zu festigen.“

Etwas überraschend hatte Joseph Baffo und nicht Gustav Valsvik die Position neben Saulo Decarli in der Innenverteidigung eingenommen. Beiden Protagonisten hatten es im Aufbauspiel nicht immer einfach und häufig nur wenig Auswahl bei der Wahl ihrer Anspielstationen, dennoch bot der Schwede eine durchaus überzeugende Vorstellung: „Er hat sich die Position in der Vorbereitung erkämpft und zusammen mit Saulo eine solide und konzentrierte Leistung abgeliefert“, war Arnold zufrieden über den zuvor nur wenig eingesetzten schwedischen U21-Europameister. Andere Akteure erreichten am Samstagnachmittag hingegen nicht ihr normales Leistungsniveau. Für Arnold durchaus ein Indiz, dass bei manchem eventuell „die Angst Fehler zu machen“ vorhanden ist: „Es könnte eine Rolle spielen. Der Konkurrenzdruck in unserem Kader ist groß, das gehört aber auch dazu.“

Unter anderem Druck steht der kommende Heimgegner FC St. Pauli. Seit Saisonbeginn hängen die Hamburger in der Abstiegszone fest und verloren zum Rückrundenauftakt vor heimischer Kulisse mit 0:1 gegen den VfB Stuttgart: „St. Pauli hat in einem sehr ausgeglichenen Spiel ein spätes Gegentor kassiert“, sah Arnold eine unglückliche Niederlage der Kiezkicker, die er am kommenden Sonntag ebenso robust wie zuvor die Würzburger erwartet: „Es wird eine sehr kampfbetonte Partie werden. Wir müssen den Kampf vom Anpfiff an sofort annehmen.“

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