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Arnold: „Werden uns nicht hinten reinstellen“

Eintracht trifft nach einer Niederlage gegen Nijmegen im Trainingslager in Spanien heute auf Shanghai.

Sah eine Niederlage gegen Nijmegen: Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht. Foto (Archiv): SH

Von Elmar von Cramon, 09.01.2018.

Braunschweig. Den Testspielauftakt im neuen Jahr hatten sich die Zweitliga-Fußballer von Eintracht Braunschweig sicherlich anders vorgestellt. Gegen den NEC Nijmegen unterlag die Mannschaft von Torsten Lieberknecht im spanischen Trainingslager mit 0:4 (0:3) und hinterließ insbesondere in der Anfangsphase keinen guten Eindruck. Heute tritt die Mannschaft um 15.30 Uhr gegen Shanghai Shenhua an und strebt gegen den chinesischen Superligisten ein besseres Ergebnis an.

„Natürlich kann man mit so einem Resultat nicht zufrieden sein, allerdings befinden wir uns in der Vorbereitung und haben gegen einen Gegner gespielt, der seine Sache wirklich gut gemacht hat“, lautete der Kommentar von Marc Arnold zur Schlappe gegen die Niederländer. Dass zuvor hart trainiert worden war, wollte der sportliche Leiter der Löwen nicht als Ausrede gelten lassen, dazu diene die Vorbereitung schließlich: „Auf die Spiele wird in der Vorbereitung keine Rücksicht genommen, weil man sich auf diese Art und Weise die nötige Wettkampfhärte holt.“
Zudem hatte Torsten Lieberknecht mit einem 4-1-3-2-System operiert, das sich gegen Nijmegen als zu offensiv herausstellte. Die Niederländer, die bereits am Wochenende wieder in den Spielbetrieb einsteigen, nutzten diese Tatsache zu zwei schnellen Treffern durch Ferdi Kadioglu (6.) und Anas Achahbar (11.) in der Anfangsphase und einem weiteren Tor durch Steeven Langil kurz vor der Halbzeitpause (39.). Sven Braken stellte in der 87. Minute per Strafstoß den Endstand her.
Heute treten die Blau-Gelben gegen den chinesischen Vertreter aus Shanghai an, der vor wenigen Tagen den Abgang des ehemaligen Superstars Carlos Tevez beklagte. Mit Obafemi Martins (früher Wolfsburg) und Demba Ba (ehemals Hoffenheim) finden sich zwei auch in Deutschland bekannte Akteure in den Reihen des Superligisten. Die Partie gegen Shanghai soll ebenso wie das Spiel gegen Nijmegen dazu dienen, taktische Varianten auszuprobieren, das Ergebnis ist laut Arnold eher zweitrangig: „Wir werden versuchen, unsere Dinge fußballerisch umzusetzen und uns keineswegs hinten reinstellen, nur weil wir das vorherige Spiel verloren haben.“ Ahmet Canbaz und Julius Biada sind angeschlagen und werden gegen Shanghai wahrscheinlich fehlen, Hendrick Zuck und Ken Reichel sollen nach überstandener Grippe wieder zum Einsatz kommen.
In Sachen weiterer Neuverpflichtungen befinden sich die Löwen weiterhin auf der Suche nach einer Offensivverstärkung, die vor der Rückkehr nach Braunschweig zum Wochenende aller Voraussicht nach aber noch nicht zum Kader stoßen wird. „Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich kurzfristig etwas tut“, so Arnold.
Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager bestreiten die Löwen vor dem Ligastart noch zwei weitere Tests und treten am 16. Januar (Anstoß 14 Uhr, Trainingsplatz am Eintracht-Stadion) gegen die Zweitvertretung von Hertha BSC an und empfangen tags darauf um 15 Uhr auf dem B-Platz Energie Cottbus.
Eintracht gegen Nijmegen: Fejzic (46. Engelhardt) – Kijewski, Valsvik (46. Nkansah), Breitkreuz (46. Tingager), Becker (46. Sauer) – Samson (46. Moll) – Hochscheidt (46. Schönfeld), Teigl (46. Khelifi) – Yildirim (46. Dacaj) – Biada (46. Abdullahi), Hernandez (46. Canbaz).

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