Auch ohne Jamaika – jetzt erst recht

Neujahrsempfang beim Kreisverband der Grünen – Impulse der Partei nötiger denn je

Grünes Spitzenpersonal (v. l.): Ratsmitglied Dr. Rainer Mühlnickel, Vorstandsmitglied Jutta Beckmann, Fraktionsvorsitzende Dr. Elke Flake und Vorstandssprecher Holger Herlitschke. Foto: Nizar Fahem

Von Marion Korth, 12. Januar 2018.

Braunschweig. Locker, entspannt und durchaus familiär lässt sich die Atmosphäre beim Neujahrsempfang der Grünen am Donnerstagabend in ihren Räumen in der Friedrich-Wilhelm-Straße beschreiben. Nur ein bisschen Wehmut erlaubte sich Holger Herlitschke, neugewählter Vorstandssprecher des Kreisverbandes Bündnis 90/Die Grünen, als er gestand: „Persönlich trauere ich dem Scheitern der Jamaika-Koalition hinterher.“ Auch wenn dies in der Partei nicht alle so sehen würden. „Wir hätten Impulse setzen können“, betonte Herlitschke. Und wie dringend nötig die seien, zeige beispielhaft die Nachricht aus Berlin von den

Sondierungsgesprächen, dass sich CDU und SPD von den gesteckten Klimazielen bis 2020 verabschieden wollen. Statt einzuräumen, dass sie ohnehin nicht mehr zu erreichen seien, wären stärkere Anstrengungen erforderlich gewesen. Sich mehr engagieren, mehr kämpfen und mehr einmischen, das sieht Herlitschke als Auftrag an seine Partei, um bei Themen wie Wohnungsbau, bei der Verkehrsplanung oder eben im Klimaschutz grüne Positionen nach außen zu vertreten.
Dass sich nicht nur der US-amerikanische Präsident Donald Trump mit „Fake News“ auskennt, bewies Herlitschke, als er die Ereignisse in seinem Jahresrückblick zurechtrückte, wie es den Grünen gut in den Kram gepasst hätte. Cem Özdemir als neuer Außenminister eingeladen zum Tee beim türkischen Staatschef Erdogan – diese Vorstellung hätte etwas …
Aber zurück auf den Boden der Tatsachen: Die Grünen wollen umziehen, in größere und vor allem barrierefreie Räume am Madamenweg.

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