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Den Klassenerhalt ganz fest im Visier

Basketball-Bundesliga: Nach der Hinrunde sind die Löwen trotz nur drei Siegen als Sechzehnter der Tabelle im Soll.

Der Kanadier Dyshawn Pierre ist nicht nur Topscorer der Löwen (13,3 Punkte), sondern mit knapp acht gefangenen Abprallern auch der beste Rebounder der Basketball-Bundesliga. Foto: T.A.

Von Christoph Matthies, 04.01.2017.

Braunschweig. Die Bilanz von nur drei Siegen bei dreizehn Niederlagen liest sich erstmal wenig schmeichelhaft. Dennoch stehen die Löwen nach dem Abschluss der Hinrunde der Basketball-Bundesliga als Sechzehnter der Tabelle immerhin zwei Siege vor Abstiegsplatz 17, den Vechta belegt. Hinzu kommt, dass die Löwen sich in der zweiten Hälfte der Hinrunde stark verbessert zeigten und mit Nachverpflichtung Jamal Boykin für die großen Positionen offenbar ein gutes Händchen bewiesen haben.

So eine Leistung wie das 74:89 beim FC Bayern München am vergangenen Freitag etwa hätte es zu Saisonbeginn, als es noch deftige Klatschen in Serie hagelte, nicht gegeben. In der ersten Hälfte spielten die Löwen gegen das Spitzenteam der Liga auf Augenhöhe mit, führten zur Halbzeit gar mit 47:43. Erst nach dem Seitenwechsel, nach einer wütenden Kabinenansprache ihres Trainers Aleksandar Djordjevic, gelang es den Bayern, die bis dahin respektabel auftretenden Gästen abzuhängen. Beste Scorer der Partie waren die Braunschweiger Thomas Klepeisz und Dyshawn Pierre mit jeweils 19 Zählern.
Trotz des kleinen Polsters zu Abstiegsplatz 17 – Phoenix Hagen steht nach seiner Insolvenz als erster Absteiger auf Rang 18 ja schon fest – steht den Löwen in der Rückrunde noch viel Arbeit bevor. Vechta, das bisher erst einen Sieg auf dem Konto hat, wird nach zehn Pleiten in Folge sicher irgendwann wieder gewinnen, zumal die Westniedersachsen Ende des Jahres mit Larry Gordon noch einen ehemaligen BBL-Allstar verpflichten konnten.
Den Löwen aus Braunschweig steht dafür ein ganz schwerer Auftakt in die Rückrunde bevor: An diesem Sonntag (15.30 Uhr) kommt zunächst der Tabellenvierte aus Bayreuth (mit Trainer Raoul Korner) in die VW-Halle, danach kündigen sich Partien gegen Berlin, Oldenburg, Jena, den noch immer ungeschlagenen Tabellenführer Ulm und Bamberg an.
Trainerwechsel am Main
Während Löwen-Coach Frank Menz zwar nicht auf eine gute Bilanz, dafür aber auf deutlich sichtbare Fortschritte seines Teams verweisen kann, wurde in Würzburg bezüglich der Trainerposition die Reißleine gezogen. Nachdem sich der Tabellenvierzehnte am Freitag von Coach Doug Spradley getrennt hatte, wurde am Montag mit Dirk Bauermann ein großer Name des deutschen Basketballs verpflichtet. Der langjährige Nationaltrainer gewann mit Leverkusen und Bamberg insgesamt neun Meisterschaften. Zuletzt war der 59-Jährige als Nationaltrainer des Iran tätig.
Auslosung im Pokal
Am Wochenende des 18./19. Februar steht in Berlin das Pokal-Top-Four der Basketball-Bundesliga auf dem Plan. Neben Gastgeber Alba werden drei Teams um den Cup ringen. In der Qualifikation (21./22. Januar) kommt es zu folgenden Begegnungen: Riesen Ludwigsburg – Ulm; Bayreuth – Bamberg; Bayern München – Baskets Bonn.

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