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„Deutlich andere Aggressivität und Zweikampfhärte gezeigt“

Fußball: Sieg gegen Regensburg bringt Eintracht wichtige Punkte – Samstag beim FC St. Pauli.

Torjubel: Eintrachts Jan Hochscheidt trifft zum 2:0 gegen Regensburg. Foto: Agentur Hübner

Von Elmar von Cramon, 06.03.2018.

Braunschweig. Durch das wichtige 2:1 gegen Jahn Regensburg können die Zweitliga-Fußballer von Eintracht Braunschweig vor dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli am Samstag zumindest durchatmen. Wie wichtig der Löwen-Sieg gegen die Oberpfälzer war, zeigte sich am Montagabend, als der VfL Bochum durch ein 1:0 in Ingolstadt den Relegationsplatz verlassen konnte, und die „Schanzer“ gleichzeitig mit in den Abstiegskampf riss.

„Das war die erhoffte Reaktion auf das Fürth-Spiel“, zeigte sich Marc Arnold mit dem Auftreten der Blau-Gelben zufrieden und sah die Mannschaft vor allem in Sachen Einstellung stark verbessert: „Wir haben eine deutlich andere Aggressivität und Zweikampfhärte gezeigt.“ Diese war letztlich mitentscheidend, um dem bis dato besten Rückrundenteam den Schneid abzukaufen; auch wenn das Spiel anfangs auf beiden Seiten zerfahren geführt worden war. „Wir wollten den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen. Als wir nach 30 Minuten begonnen haben, Fußball zu spielen, sind wir ziemlich schnell in Führung gegangen“, war der sportliche Leiter der Löwen zufrieden, dass die taktische Marschroute aufging.
Zuvor hatte Eintracht allerdings Glück, dass der unsichere Schiedsrichter René Rohde einen Tritt von Jan Hochscheidt gegen Alexander Nandzik im Seitenaus nicht als Nachtreten auslegte. „Er hat die Situation bewertet und auf Einwurf entschieden“, so Arnold, der zumindest teilweise Verständnis für Rohde hatte, dessen unglücklicher Auftritt durch den Elfmeterpfiff für Regensburg jedoch von einer lupenreinen Fehlentscheidung gekrönt wurde: „Sicherlich war es ein hektisches und für den Schiedsrichter kein einfaches Spiel. Man möchte sich aber nicht vorstellen, dass das Spiel nach so einem Pfiff noch mit einem Remis endet.“
Letztlich verließen die Löwen das Feld jedoch als Sieger und bewiesen im Abstiegskampf Charakter. Mirko Boland und Christoffer Nyman zeigten eindrucksvoll, dass sie nach ihren Verletzungen wieder im Rhythmus sind, auch der lange unberücksichtigte Max Sauer und der eingewechselte Philipp Hofmann halfen mit, den Erfolg zu sichern. „Aufgrund der hohen Konkurrenz im Kader sind alle mit dem Druck, Leistung bringen zu müssen, sehr gut umgegangen“, war der 47-Jährige zufrieden.
Angesichts der engen Tabellenkonstellation in der zweiten Liga stellt sich mittlerweile jedoch die Frage, ob die traditionell zum Ligaerhalt anvisierten 40 Punkte in dieser Spielzeit überhaupt reichen werden. Mit dem Chemnitzer FC (42 Punkte/1996), Waldhof Mannheim (40 Punkte/1997) und Dynamo Dresden (41 Punkte/2006) hatten seit Einführung der Drei-Punkte-Regel lediglich drei Teams den Ligaerhalt trotz Erreichens dieser Marke verfehlt, alle jedoch zu Zeiten von vier Absteigern. „Ob 40 Punkte reichen, kann momentan niemand beantworten“, möchte sich auch Arnold nicht an Rechenspielen beteiligen.
In der „Verlosung“ um die sicheren Plätze findet sich mit 34 Zählern auch der FC St. Pauli, bei dem die Löwen am Samstag gastieren. „Der Saisonverlauf beim FC St. Pauli ist typisch für die diesjährige zweite Liga, in der bis auf Düsseldorf und Nürnberg kaum ein Team konstant seine Leistungen abruft. Da bereits ein Trainerwechsel vorgenommen wurde, wird man nicht ganz zufrieden mit dem Saisonverlauf sein“, glaubt Arnold, der die Hamburger mit einer „sehr, sehr gut besetzten Offensive“ sieht.

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