• Home
  • > >
  • „Die 50+1-Regel wetterfester machen“

„Die 50+1-Regel wetterfester machen“

Braunschweig.

Eintracht-Präsident Sebastian Ebel. Foto: Hübner

Mit sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen sind die Löwen im Aufwind, trotzdem bleibt das Rennen um den Klassenerhalt eng. Am Ostersonntag steht für die Eintracht-Fußballer einmal mehr ein Vergleich mit einem direkten Konkurrenten an, die darauffolgenden Aufgaben gegen Dynamo Dresden und Darmstadt 98 sind weitere Härtetests. NB-Mitarbeiter Elmar von Cramon sprach mit Eintracht-Präsident Sebastian Ebel über die abgelaufenen Wochen und die bevorstehenden Aufgaben.

?Herr Ebel, zwar ist die Abstiegsgefahr noch nicht gebannt, trotzdem ist nach sieben Punkten aus drei Partien zumindest die Konstanz zurückgekehrt. Wie sehen Sie die aktuelle Situation und die bevorstehenden Aufgaben?

!Natürlich ist die jüngere Entwicklung überwiegend erfreulich. Wir sehen, was mit großem Kampf erreichbar ist, beziehungsweise was passiert, wenn wir, wie in Fürth, nachlassen. Insgesamt bin ich aber fest davon überzeugt, dass die Mannschaft und alle Verantwortlichen um den Ernst der Situation wissen. Drei Punkte Abstand zum Relegationsplatz sind null Polster, daher ist das Spiel gegen Bochum schon wieder ein richtungsweisendes. Wir sehen gerade jetzt auch, wie wichtig ein Mirko Boland mit seinem großen Kämpferherz, und ein Christoffer Nyman mit seinen Qualitäten für uns ist.

?Hat das klare Bekenntnis von Torsten Lieberknecht zum Verein zur Stabilisierung der Leistungen auf dem Platz beigetragen?

!Ich war erstaunt, welche Aufruhr aus den seinerzeitigen Äußerungen entstanden ist. Da wird geschrieben, abgeschrieben, übertrieben, Stimmung gemacht. Wir sind stabil, überlegt und total committed. Und dies hat, da bin ich sicher, auch seine Wirkung auf dem Platz. Vielleicht hatte dieses Thema für uns alle auch etwas Gutes, so sind wir dadurch noch mal enger zusammengerückt.

?Welche Spieler haben Sie in den vergangenen Wochen am meisten beeindruckt?

!Schwer zu sagen. Ein Erfolg ist immer der Erfolg der gesamten Mannschaft und des gesamten Trainerteams. Aber wir haben schon gesehen, wie wichtig Mirko Boland und Christoffer Nyman für uns sind. Aber auch Jan Hochscheidt hat die aktuelle Situation gut angenommen. Außerdem haben wir mit Jasmin Fejzic einen tollen Torhüter und, und, und …

?Muss man aufgrund der außergewöhnlichen Tabellenkonstellation zufrieden sein, wenn am Ende der Saison „nur“ der Klassenerhalt gelänge? Oder gibt es Dinge, die besser hätten laufen können?

!Naja, zufrieden wären wir bei einem Aufstieg gewesen. Aber bist du erst mal so tief unten im Keller, dann bist du mit dem Klassenerhalt zufrieden. Wir alle haben die Situation angenommen und uns zurückgekämpft. Und nächstes Jahr greifen wir wieder an.

?In der Diskussion um die 50+1-Regel forderten Sie, diese „wasserdichter“ auszugestalten. Was schwebt Ihnen konkret vor?

!Erst mal für alle nochmals vorweg: Wir haben für die Beibehaltung der 50+1-Regel gestimmt. Wir wollen sie allerdings wetterfester machen. Für uns ist wichtig, dass wir die Fußballkultur in Deutschland absichern und der Überkommerzialisierung einen Riegel vorschieben.

?Welche Projekte wollen Sie mit Eintracht umsetzen, wenn diese so schwierige Spielzeit zu Ende gegangen ist?

!Ich habe mit meinen Präsidiumskollegen einen Traum … auf dem Balkon zu stehen.

?Eintracht hält am Ende der Saison die Klasse, weil …

!… wir eine Mannschaft mit Charakter und Können haben, mit Torsten Lieberknecht einen Top-Trainer mit Top-Trainerteam besitzen und unsere Eintracht von Soeren Oliver Voigt als Geschäftsführer sehr gut geführt wird.

^