Die Fotoschätze des Alfred Gogolin

Die Photoakteure setzen mit ihren Bildern gerne die Region ins rechte Licht.

Schöner Wohnen – oder auch nicht – an der Ecke Vorsfelder/Friedrichstraße in Helmstedt.

Von Maria Lüer, 27.01.2017.

Helmstedt. Ein gutes Bild braucht immer auch ein Zufallsmoment – das weiß Alfred Gogolin ganz genau. Und der Fotograf findet diese. Auch in Helmstedt: „In unserer Region gibt es so viele schöne Motive – die ehemalige Grenze, der Lappwald, die Lübbensteine, das Paläon, der Elm. Ich möchte diese interessanten Punkte auf meinen Fotos unbedingt bewahren“, sagt er.

Gogolin, der seine erste Kamera, eine Isomat Rapid, bereits mit sieben Jahren in den Händen hielt, bekam mit dem Flughafen Hannover-Langenhagen sein erstes Motiv vor die Linse. „Die Entwicklung der Bilder dauerte damals seine Zeit, ich konnte das Ergebnis kaum abwarten“, berichtet Gogolin rückblickend mit einem Lächeln.

Mit seinem Verein, den Photoakteuren Helmstedt, veranstaltet Gogolin nunmehr seit 1994 immer wieder Ausstellungen. Ob Sozial-, Portrait-, Street- oder Landschaftsfotografie – unter all den Werken finden sich für den aufmerksamen Betrachter häufig ungewöhnliche Fotoschätze wieder. „Das Bild hat heutzutage leider keinen Wert mehr. Zu jedem Anlass, ja zu jeder Zeit, wird der Auslöser betätigt. Man denke nur an die vielen Selfies“, bemerkt Gogolin, der für seine Fotografie bereits mit dem Theodor-Heuss-Preis ausgezeichnet wurde. „Ein Bild aber sollte stets etwas aussagen.“

Damit auch die jüngere Generation für eben diese Leitlinie sensibilisiert wird, gibt Gogolin leidenschaftlich Fotografie- und Filmkurse an Grundschulen. „Die Kinder sind mit großer Freude dabei. Zusammen möchten wir die schönen Ecken und Winkel Helmstedts ins rechte Licht rücken und zum positiven Erscheinungsbild unserer Region beitragen“, erklärt Gogolin sein Engagement.

Der Verein der Photoakteure trifft sich am zweiten Donnerstag des Monats ab 18 Uhr im Jugendfreizeit- und Bildungszentrum Helmstedt, Streplingerode 25. Junge Interessenten und „alte Hasen“ sind immer herzlich willkommen. Zudem unternimmt die Gemeinschaft gelegentlich Exkursionen, an denen auch Gäste teilnehmen können.

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