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Die Lions holen den nächsten Titel

Braunschweig.

Lions-Runningback Davod McCants (Mitte) war von der Invaders-Abwehr kaum zu stoppen. Insgesamt lief McCants für 161 Yards Raumgewinn und einen Touchdown.

Die New Yorker Lions setzen ihre dominante Saison ununterbrochen fort. Nachdem bereits international keiner den Braunschweigern das Wasser reichen konnte, marschiert die Mannschaft von Cheftrainer Troy Tomlin auch durch die Bundesliga. Der ungefährdete 41:13-Sieg gegen den Lokalrivalen aus Hildesheim war bereits zwölfte Sieg in Folge. Zwei Spieltage vor Ende der regulären Saison sind die Lions nicht mehr vom 1. Platz zu verdrängen.

„Grautlation für den Titel. Es war wie immer wieder eine Ehre, hier zu spielen“, zollte Invaders-Passempfänger Paul Bogdan den Braunschweigern höchsten Respekt. „Uns war klar, es wird schwer, aber wir haben so viele Punkte gegen die Lions erzielt, wie in den drei Spielen zuvor nicht. Jetzt kommen für uns die Gegner, die wir schlagen müssen“, sagte Bogdan weiter. „Es hat richtig Spaß gemacht“, sagte Lions-Runningback Jabari Johnson, der seinen 50. Touchdown im Lions-Trikot erzielte. Aus zwei Yards erzielte Johnson die 41:0-Führung. Davor hatte Quarterback Casey Therriault in gewohnter Präzision die Abwehr des Gegners zerlegt. Runningback David McCants war kaum zu stoppen. Die Invaders ihrerseits zeigten offensiv Ansätze, ließen aber unter dem großen Druck der Lions-Defense Chancen ungenutzt und machte Fehler. „Drei Turnover gegen die Lions sind selbstmörderisch“, bilanzierte Invaders-Cheftrainer Joe Roman
Was Johnson aber auch betonte, neben dem Spaß: „Ich spiele nicht für Rekorde, sondern weil ich Football liebe. Braunschweig ist meine Heimat – Danke Coach Tomlin, dass du meine Nummer aufgerufen hast.“ Rekorde sind schön, aber nicht wichtig – diese Meinung teilt auch Christian Bollmann. Der Wide Receiver spielte uneigennützig sein Spiel, obwohl er nur zwei Pässe fing, zwei fehlten um den Rekord von Kelvin Love für die meisten gefangenen Pässe einzustellen. Der Team-Erfolg steht über den eigenen Zielen.
Und die Team-Ziele liegen jetzt in den Play-offs. „Der Titel war sehr wichtig für die Play-offs, jetzt haben Heimspiele“, unterstrich Lions-Head-Coach Troy Tomlin. „Ich bin sehr stolz darauf und zufrieden, wie wir gespielt haben“, sagte Tomlin und wollte trotz eingetüteter Nordmeisterschaft noch nicht bis zur Endspielrunde vorausdenken. „Wir bereiten uns jetzt auf das Spiel in Köln vor.“
Für die Invaders geht es derweil im Kampf um den Klassenerhalt jetzt ans Eingemachte. Kommende Woche geht es zu den Berlin Rebels, ehe das extrem wichtige Rückspiel gegen die Hamburg Huskies ansteht. „Braunschweig ist das Maß der Dinge in Europa. Wir haben mit vielen Ausfällen zu kämpfen und Spieler auf dem Feld, die aus der 3. Liga kommen. Jetzt wissen wir, wo wir stehen“, erklärte Roman, dass trotz der Niederlage die Gäste einiges mitnehmen. „Wir sind dabei uns im Rahmen unserer finanziellen und strukturellen Möglichkeiten zu verbessern und unser Football-Programm aufzubauen. Wir haben einige Spieler die noch unerfahren sind, aber das Potenzial für Erstliga-Football haben. Wir müssen nur versuchen die Liga zu halten“, unterstrich der Invaders-Cheftrainer die Bedeutung der kommenden Spiele für den Football-Nachbarn aus dem Westen.

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