Ein bisschen Magie und ganz viel Romantik

Mit ihren Romanen um die „Regenprinzessin“ entführt Autorin Stefanie Kullick ihrer Leser in das Reich der Fantasie.

Von Maria Lüer, 18.01.2017.

Süpplingen. Schon in früher Kindheit schwärmte Stefanie Kullick für Geschichten sämtlicher Art. Die fantastische Literatur hat es ihr dabei besonders angetan – nicht nur als Leserin, sondern auch als Autorin. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans „Regenprinzessin“ erfüllte sich die junge Mutter einen großen Wunsch. Die Fortsetzung der Geschichte ist unter den Titeln „Sturmbringerin“ und „Untergangsbotin“ erschienen und nun abgeschlossen. Inzwischen schreibt Kullick in jeder freien Minute an einer neuen Romanreihe, die voraussichtlich im Sommer erscheinen wird.

?Frau Kullick, wann haben Sie angefangen, Geschichten zu schreiben – und haben Sie in jungen Jahren manchmal in Erwägung gezogen Autorin zu werden?

!Mit 16 Jahren habe ich angefangen, meine ersten Geschichten zu skizzieren. Die Kreativität hat schon immer in mir geschlummert. „Die Regenprinzessin“ war dann mein erstes, großes Projekt. Mit Abi, Führerschein und Ausbildung blieb die Arbeit am Buch aber erst einmal liegen. Ich hatte es aber immer im Hinterkopf und dann auch innerhalb weniger Monate fertiggestellt.

?Sie schreiben Fantasy-Romane. Wie sind Sie zu diesem Genre gekommen?

!Drachen und Feen haben mich schon immer fasziniert. Als Kind hatte ich mir eine Tapete voller Dinos ausgesucht. Mein erstes Buch, das ich selbst lesen konnte, handelte von Drachen. Es war schnell klar, das auch meine eigenen Bücher in diese Richtung gehen sollten.

?Wo haben Sie Ihre Ideen her? Was inspiriert Sie?

!Meine Grundideen liefert mir mein Unterbewusstsein beim Träumen – ein Notizbuch darf deshalb auf meinem Nachttisch nicht fehlen (lacht). Ansonsten mache ich mir meine Gedanken, wenn der Geist auf Leerfahrt ist, zum Beispiel beim Autofahren.

?Welche Herausforderung bringt der Job der Autorin mit sich?

!Die größte Herausforderung ist es, die trockenen Phasen zu überwinden. Wenn ich hingegen von der Muse geküsst bin, dann ist es schwierig, mich vom Computer wegzuholen. Ein Anspruch liegt für mich auch darin, selbst diese fremden Welten zu schaffen.

?Sie haben ja auch noch eine Familie und einen Beruf. Was sagt Ihr näherer Umkreis zu Ihrer Autorentätigkeit?

!Meine Eltern sind mein größter Motivator. Auch mein Mann ist sehr stolz auf meine Autorentätigkeit. Mein Freundeskreis allerdings hat erst mit der Erscheinung des ersten Buches erfahren, dass ich schreibe. Das positive Feedback um mich herum macht mich glücklich und animiert mich, weitere Werke zu verfassen.

?Haben Sie selbst Lieblingsautoren oder Bücher, die Sie gerne lesen?

!Ich habe „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ von J. R. R. Tolkien geradezu verschlungen. Auch die Romanreihe von Cassandra Clare „Chroniken der Unterwelt“ hat mich sehr fasziniert.

?Haben Sie schon irgendein neues Buch im Kopf?

!Im Sommer wird ein neues Buch, in dem ich die Fantasywelt in die reale Welt hole, von mir erscheinen.

?Was sollen Ihre Leser am Ende Ihrer Bücher fühlen, wenn sie die letzte Seite umblättern?

!Zufriedenheit. Meine Leser sollen meine Geschichten als abgeschlossene, runde Sache empfinden. Als Schöpferin der Charaktere möchte ich auch erreichen, dass diese am Ende mit sich im Reinen sind.

?Welcher Ihrer Romanhelden ist Ihr liebster?

!Gianna, meine Protagonistin, meine Regenprinzessin, meine Heldin.

?Worauf legen Sie bei Ihrer Arbeit besonderen Wert?

!Beim Schreiben lege ich darauf Wert, dass Musik im Hintergrund läuft – das hilft mir, die richtige Stimmung zu finden und den Kopf frei zu bekommen. Beim Geschichtenerzählen hingegen finde ich es wichtig, flüssig und stimmig zu sein. Meine Seiten sollten nicht übermäßig mit nicht enden wollenden Details oder Ausschweifungen zugeknallt sein.

?Welche Botschaft steckt in Ihren Büchern?

!Hoffnung. Mit einem geliebten Menschen an der Seite, kann alles gelingen und überwunden werden.

?Stellen Sie sich vor, Sie hätten frei und würden den Tag in Helmstedt verbringen. Was würden Sie unternehmen?

!Ich würde erst einmal ein großes Eis essen und irgendwo einen Kaffee trinken. Danach stünde ein Bummel durch die Fußgängerzone auf dem Programm – natürlich mit einem Abstecher in eine Bücherei. Ein Besuch im Schwimmbad wäre auch denkbar.

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