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Eine 18-Punkte-Führung reicht nicht zum Sieg

Braunschweig/Gießen.

Wie auf diesem Bild aus dem Hinspiel konnte Scott Eatherton auch in Gießen wieder spektakulär stopfen. Das Duell gegen seinen Center-Rivalen John Bryant gewann Eatherton diesmal, der Sieg allerdings ging erneut an Gießen. Foto: Hübner

Die 46ers aus Gießen scheinen den Löwen in dieser Saison einfach nicht zu liegen. Zum Auftakt der Rückrunde mussten sich die Braunschweiger dem Heim-Team von Trainer Ingo Freyer mit 79:84 geschlagen geben – trotz zwischenzeitlicher 18-Punkte-Führung und einer bärenstarken Leistung von Scott Eatherton, der 30 Punkte und elf Rebounds markierte.

Tatsächlich begannen die Löwen wie ein Team, das auf Revanche sinnt. Nach der völlig unnötigen Heimpleite gegen die – damals stark dezimierten – Gießener im Hinspiel vor nicht einmal einem Monat schienen sie die Hessen nun geradezu überrollen zu wollen. Nach dreieinhalb Minuten verwandelte Scott Eatherton einen Fastbreak-Dunk zur 13:4-Führung. Überhaupt Eatherton: Der Amerikaner, der die Löwen am Samstag beim Allstar-Day vertreten wird, hatte sich vorgenommen, das Center-Duell gegen den im Hinspiel überragenden Ex-Liga-MVP John Bryant zu gewinnen.

Und so war Eatherton vor der Halbzeitpause kaum zu stoppen, ebenso wie seine Löwen. 90 Sekunden vor der Pausensirene traf Tommy Klepeisz einen Dreipunktewurf, als er einen Block von Eatherton nutzte, zur 45:27-Löwen-Führung. Besser sollte es für die Gäste allerdings nicht werden. Im Gegenteil: Nun fand Gießen nach langer Lethargie immer mehr ins Spiel. Schon zu Pause stand es nur noch 46:36 für die Braunschweiger, deren Center bis dahin 22 Punkte gesammelt hatte..

Und so ging es weiter abwärts. „Wir müssen in der 2. Halbzeit bessere Defense spielen“, sagte Eatherton nach der Partie über die schwache Verteidigungsleistung seiner Löwen. Doch auch offensiv stockte der Löwen-Motor, gerade im dritten Viertel lief im Spielaufbau nur noch wenig nach Plan. Zygi Janavicius und Bazou Koné machten in dieser Phase keinen guten Job, brachten keine Ruhe ins Spiel. Die Gießener dagegen kamen ins Rollen, so wie Darvin Davis, der sein Händchen von außen fand. Mit 28:14 ging der dritte Durchgang an das Heimteam.

Das Schlussviertel begann beim Spielstand von 64:60, und es sollte bis in die finale Minute spannend bleiben. Das Spiel war nun nicht mehr primär das Duell der beiden Center, obwohl auch Gießens John Bryant am Ende 19 Zähler und 13 Rebounds auf dem Zettel hatte. Zwar glückte den Löwen offensiv nun wieder mehr, vor allem DeAndre Lansdowne wusste mit seiner Leidenschaft zu gefallen. Doch auf der Gegenseite konnten sie das Heimteam, das von ihren längst aufgewachten Fans nach vorne getrieben wurde, nicht mehr stoppen – zumindest nicht ohne Foul. Schließlich war es Gießens Benjamin Lischka, der mit seinem And1-Korbleger zum 83:79 17 Sekunden vor dem Ende alles klar machte. Kurz zuvor hatte Janavicius einen wichtigen Dreier vergeben, der seine Löwen sogar wieder in Front gebracht hätte.

Für die Löwen punkteten: Eatherton 30, Lansdowne 19, Klepeisz 11, Lagerpusch 6, Janavicius 6, Koné 5, Morse 2, Schwartz, Nawrocki, Alte, Jaramaz.

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