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Eintracht: Fußballer zum Feinschliff nach Spanien

Löwen haben Trainingslager an der Costa del Sol bezogen – 2:0-Sieg gegen Luzern – U19-Keeper Yannick Bangsow dabei.

Den Ball behauptet: Eintrachts Ken Reichel gegen Fin Bartels von Werder Bremen. Foto: Hübner

Von Elmar von Cramon, 17.01.2017.

Braunschweig. Nach dem 2:1-Erfolg gegen Werder Bremen hob Zweitliga-Tabellenführer Eintracht am Sonntag in Richtung Spanien ab. Im Trainingslager an der Costa del Sol siegten die Fußballer im ersten Test gegen den FC Luzern mit 2:0 durch Tore von Tietze und Hochscheidt. Am Freitag um 15 Uhr testen die Löwen gegen Dinamo Bukarest.

„Wir werden den Sieg gegen Werder sicherlich nicht überbewerten. Das Testspiel hat durch das Wetter ein besonderes Geschmäckle bekommen, was uns physisch besonders gefordert hat“, erklärt der Eintracht-Coach, der die Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte der Partie „wegen der besseren Raumaufteilung“ ansprechender fand. Der immer stärker werdende Schneefall beeinträchtigte dann jedoch die Standfestigkeit der Kontrahenten, letztlich war der 43-Jährige froh darüber, dass die Partie zu Ende gespielt wurde: „Ich habe gehofft, dass der Schiedsrichter das Spiel nicht wegen des Wetters abbricht. Zum Glück ist es nicht passiert, sodass der Test für beide Mannschaften seinen Wert gehabt hat.“
Im spanischen Ort Mijas Costa, wo die Blau-Gelben am Sonntag für eine Woche ihr Trainingslager bezogen haben, wird das „Hauen und Stechen“ um die Stammplätze nun weitergehen. Zwar ist der Eintracht-Kader mit 24 Spielern nicht übermäßig groß, allerdings gibt es momentan auch keine Verletzten zu beklagen. „Wir brauchen jeden Spieler, auch diejenigen, die in der Hinrunde keine Einsatzzeit erhalten haben“, erklärt Lieberknecht, der U19-Keeper Yannick Bangsow als dritten Torwart mitgenommen hat.
Nach den ersten beiden Vorbereitungswochen bescheinigte er seinem Team die „Fokussierung, sich in eine sehr gute Verfassung für die Rückrunde zu bringen“ und war äußerst zufrieden damit, dass sich kein Akteur mehr verletzte. „Die Regeneration ist die wichtigste Trainingssteuerung, außerdem machen die Physios und unsere medizinische Abteilung einen super Job“, lobt der 43-Jährige, der abermals betont, dass es keine weiteren Neuverpflichtungen geben soll: „Die verhältnismäßig kleine Kadergröße ist bewusst so gewählt, wir haben trotzdem alle Positionen gleichwertig besetzt.“ In den Testspielen sollen sich alle Akteure noch mal zeigen und für die Stammelf anbieten. „ Jeder soll 90 Minuten zum Einsatz kommen, sodass wir hoffentlich gut auf Würzburg vorbereitet sind“, erklärt der Fußball-Lehrer.
Gewohnt zurückhaltend reagiert er derweil auf die Versuche der Konkurrenz, den Braunschweigern die Favoritenrolle zuzuschieben. So hatte Hannovers Coach Daniel Stendel jüngst geäußert, dass er nicht mit einem Einbruch der Löwen rechne und er sie auch am Ende der Saison gemeinsam mit seinem Team und dem VfB Stuttgart „oben“ sehe: „Wir können das einschätzen. Dass wir dort oben stehen ist eine herausragende Leistung der Mannschaft, alles andere wird eine Herkulesaufgabe.“ Fakt ist, dass es mit Hannover und Stuttgart zwei Vereine gibt, die einen wahnsinnigen Rucksack aufhaben, aufsteigen zu müssen. Auch Union Berlin hat mit der Verpflichtung von Sebastian Polter noch mal ein großes Signal gesetzt. „Wir sind unerwartet in diese Phalanx eingetreten, stehen dort oben und können einen Traum hegen und pflegen.“
Die psychologische Komponente machte sich für Lieberknecht bereits am letzten Hinrundenspieltag bemerkbar: „Wir haben in Karlsruhe ein schlechtes Spiel abgeliefert und sind trotzdem Herbstmeister geworden, weil andere Mannschaften doch nicht diesen Schritt gemacht haben. Wir sind deshalb erfahren genug, den Ball flach zu halten und wissen, dass uns zum Start in Würzburg alles abverlangt wird.“

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