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Eintracht will „Miniserie“ ausbauen

2. Fußball-Bundesliga: Braunschweiger erwarten am Freitag im Stadion Fortuna Düsseldorf.

Herrmann, Patrick (Holstein Kiel), Hendrick Zuck (Eintracht Braunschweig)

Von Elmar von Cramon, 12.12.2017.

Braunschweig. Zum letzten Mal in diesem Kalenderjahr kämpfen Eintrachts Zweitliga-Fußballer um Punkte. Vor heimischem Publikum tritt die Mannschaft von Torsten Lieberknecht am Freitag (18.30 Uhr) gegen den Tabellendritten Fortuna Düsseldorf an. Das Hinspiel zum Saisonauftakt endete mit einem 2:2-Unentschieden, obwohl die Löwen die Partie durchaus zu ihrem Gunsten hätten entscheiden können.

Anschließend liefen die Düsseldorfer zu großer Form auf und eroberten die Tabellenspitze. Seit Ende Oktober wartet die Mannschaft von Friedhelm Funkel nun aber schon auf einen dreifachen Punktgewinn und vergab beim 0:2 gegen Nürnberg am vergangenen Montag die Chance auf den Herbstmeistertitel.
Eintracht holte in den letzten beiden Spielen gegen die Spitzenteams aus Ingolstadt und Kiel vier Zähler und will nun gegen die Rheinländer für einen positiven Jahresausklang sorgen, möglichst mit drei Punkten: „Wir haben das gegen Kiel und Ingolstadt ordentlich gemacht“, ist Marc Arnold mit der jüngsten Miniserie zufrieden, die das zwischenzeitlich auf einen Punkt geschmolzene Polster zur Abstiegszone auf vier Zähler vergrößerte.
„Die Mannschaft hat die Situation angenommen und den Ernst der Lage verstanden. Wir haben nicht nur vier Punkte gegen Spitzenteams geholt, sondern sind gegen zwei der offensivstärksten Teams der Liga ohne Gegentreffer geblieben, auch wenn wir gegen Kiel am Ende Glück hatten“, bilanziert Marc Arnold.
Nun wartet mit den Düsseldorfern ein weiteres Team von oben, das in den Vorjahren eher unten zu finden war. „Im Hinspiel waren wir spielerisch besser. Fortuna hat anschließend mit einer starken Serie gezeigt, dass sie eine absolute Topmannschaft besitzen“, zollt der 47-Jährige dem ehemaligen Bundesligisten Respekt.
Neben den Düsseldorfern schafften es nur Nürnberg und Kiel, sich ähnlich stark zu präsentieren und nach oben abzusetzen. Der Rest bleibt aktuell dicht zusammen, sodass der Abstand zwischen Union Berlin als Tabellenvierten und dem FC St. Pauli auf Rang 15 lediglich fünf Zähler beträgt.
„Viele Experten haben vor der Saison eine enge Liga erwartet, das bestätigt sich nun Woche für Woche“, erklärt Arnold, der gegen Düsseldorf „defensive Stabilität gegen eine offensivstarke Mannschaft“ fordert.
In der Abwehr können die Braunschweiger wieder auf Kapitän Ken Reichel zurückgreifen, der seine Gelbsperre abgesessen hat und von Niko Kijewski gegen Kiel ordentlich auf der Linksverteidigerposition vertreten wurde.
Für die rechte Abwehrseite würden sich die Löwen ebenfalls ein so zuverlässiges Tandem wünschen, doch seit dem Abgang von Phil Ofosu-Ayeh im Sommer und der Verletzung von Joseph Baffo herrscht dort in dieser Saison wenig Konstanz. Dementsprechend wahrscheinlich ist es, dass sich Eintracht im Winter auf dieser Position verstärkt.
Ein Kandidat soll Georg Teigl vom FC Augsburg sein. Der schnelle Rechtsverteidiger, der auch als Rechtsaußen auflaufen kann, kommt bei den Schwaben nicht zum Zug und stand in dieser Saison kein einziges Mal im Spieltagskader.
2016 war der 26-jährige Österreicher von RB Leipzig zum FCA gewechselt und hatte in seinem ersten Jahr 18 Spiele (eine Torvorlage) für die Fuggerstädter bestritten. Zuvor hatte er mit RB Salzburg den österreichischen Meistertitel und Pokal gewonnen und sein Europapokaldebüt gegeben.
„Seine Qualitäten sind unbestritten“, so Arnold, der bezüglich eines Eintracht-Interesses an Teigl kein weiteres Statement abgeben möchte.
So könnten sie spielen: Fejzic – Reichel, Valsvik, Breitkreuz, Nkansah(Kijewski) – Samson – Hernandez, Yildirim, Hochscheidt, Khelifi – Abdullahi.
Statistik Kiel-Spiel
Mannschaft: Fejzic (2) – Kijewski (3,5), Valsvik (2,5), Breitkreuz (3), Nkansah (3,5) – Samson (3,5), Moll (3) – Hernandez (3,5), Hochscheidt (3), Zuck (3,5) – Abdullahi (3).
Eingewechselt: 70. Khelifi (-) für Zuck; 90. Biada (-) für Abdullahi.
Tore: Fehlanzeige
Zuschauer: 21 075
Chancenverhältnis: 4:8
Eckballverhältnis: 3:7
Gelbe Karte: Fejzic

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