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„Gehe mit großer Vorfreude an die Aufgabe“

Fußball-Bundesliga: Jörg Schmadtke neuer Geschäftsführer Sport beim VfL Wolfsburg.

VfL-Manager Jörg Schmadtke. Foto: regios24/Darius Simka

Wolfsburg, 25.05.2018.

Klaus Allofs im Dezember 2016 weg, der sportliche Leiter Olaf Rebbe im April weg, Wunschkandidat Horst Heldt (Hannover 96) nicht zu bekommen. Der Posten des Geschäftsführers Sport war beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg eineinhalb Jahre unbesetzt. Bis zum Wochenbeginn.

Da meldete der erneute Relegationssieger nach geschafftem Klassenerhalt Jörg Schmadtke als neuen starken Mann auf dem verwaisten Posten. Der 54-Jährige, der bereits Alemannia Aachen, Hannover 96 und den 1. FC Köln in den Europacup geführt hatte, soll den in den vergangenen beiden Jahren arg schlingernden VfL wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Bis Mitte Oktober 2017 hatte Schmadtke in gleicher Funktion in Köln gearbeitet, am 1. Juli steigt er nun beim VfL Wolfsburg ein.

„Ich gehe mit großer Vorfreude an diese Aufgabe heran. Wir werden den Status Quo genau analysieren und wollen der Mannschaft wieder die Stabilität verschaffen, damit sie in der Bundesliga schnell den Anschluss findet und erfolgreichen Fußball spielt“, sagte Schmadtke. „Mit Jörg Schmadtke haben wir den passenden Fachmann für die erfolgreiche Neu-Ausrichtung unseres Lizenzspielerbereichs gefunden. Er wird mit hoher Kompetenz, Leidenschaft und Engagement dafür sorgen, dass wir zurück in die Erfolgsspur kommen. Er passt auch menschlich ideal zum VfL Wolfsburg“, sagt VfL-Aufsichtsratschef Frank Witter.
Vor seiner Zeit in Köln war Schmadtke vier Jahre in Diensten von Hannover 96. Nun soll Schmadtke in Wolfsburg den dringend notwendigen, personellen wie strukturellen Neuanfang richten. Wenig erfolgreiche Millionen-Transfers, ein erneuter Fast-Abstieg, drei Trainer binnen einer Saison. Es kehrte keine Ruhe ein beim VfL. „Da ist vieles nicht optimal gelaufen. Die Unruhe zieht sich durch alle Ebenen wie ein roter Faden. Das kommt auch ganz unten bei den Spielern an“, sagte Mittelfeldspieler Maximilian Arnold kürzlich.

Klar ist: Vor Schmadtke liegt eine Mammutaufgabe. Der Kader benötigt einen radikalen Umbruch. Noch wichtiger: Schmadtke muss entscheiden, ob der erst im Februar verpflichtete Bruno Labbadia, in 11 Ligaspielen mit dem Team nur zweimal siegreich, der richtige Trainer für den x-ten Neuanfang ist. Labbadia jedenfalls will weitermachen, denn, so der 52-jährige Übungsleiter, „Ich habe mir den Kram nicht angetan, um dann zu sagen, ich überlasse es einem anderen. Aber wir müssen uns in Ruhe hinsetzen und einige Dinge besprechen.“

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