Großeinsatz im Bültenweg

Feuerwehr übte am Montagabend den Ernstfall.

Gespenstische Szenerie am Bültenweg: Vor dem Haus mit der Nummer 12 ist ein Löschzug angerückt, ein Scheinwerfer taucht das Gebäude in helles Licht. Zum Glück ist es nur ein Übungseinsatz. Fotos: Nizar Fahem

Von Birgit Wiefel, 17.01.2018.

Braunschweig. Das Haus mit der Nummer 12 ist in gleißendes Licht getaucht. Feuerwehrleute kümmern sich um Verletzte auf dem Bürgersteig, überall flackert Blaulicht.

Am Montagabend herrschte auf dem Bültenweg der Ausnahmezustand. Zum Glück handelte es sich nur um einen Übungseinsatz der Freiwilligen Feuerwehr.

Kellerbrand

„Es wurde ein Kellerbrand mit mehreren vermissten Personen simuliert“, erläuterte der stellvertretende Lagedienstführer Daniel Walkowiak gegenüber der NB. Mindestens einmal im Jahr müssten die Fachzüge der Freiwilligen Feuerwehr einen solchen Ernstfall proben.
Am Montagabend waren rund 60 Kameraden unter anderem aus Hondelage, Volkmarode und Querum, Rüningen und Timmerlah im Einsatz.
In der Simulation hatte der Kellerbrand bereits auf das Erdgeschoss übergegriffen, sieben Personen waren im Haus eingeschlossen und mussten gerettet werden – eine erschreckend echte Szenerie. Melanie Witt, eine der Statisten, hatte sich dabei ins Bad geflüchtet und wurde von zwei Einsatzkräften mit Atemschutzmasken ins Freie begleitet und in eine Decke gehüllt – das Gesicht rußgeschwärzt, eine Hand verletzt, „eine echte Erfahrung“ so Witt gegenüber News 38. Auch bei den Feuerwehrleuten würde ein solcher Einsatz für einen Adrenalinschub sorgen, erzählt Walkowiak. „Außerdem brauchen wir Orte, die auch mal Schaden nehmen können.

Haus als „Übungsgelände“

Im Falle des Hauses Bültenweg 12 kein Problem: Der Besitzer hatte dem Einsatz zugestimmt, weil das Gebäude sowieso abgerissen werden soll. „Darüber hinaus üben wir aber auch in ehemaligen Kasernen“, so Walkowiak.
Die gute Nachricht zum Schluss: Alle sieben Personen, darunter übrigens auch vier Puppen, wurde gerettet.

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