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Jonkers erster Einsatz als „Retter“

Fußball: Wolfsburgs neuer Cheftrainer startet in Mainz mit der Mission Klassenerhalt.

Der neue Cheftrainer Andries Jonker gibt Borja Mayoral auf dem Trainingsplatz erste Anweisungen. Fotos (2): regios24/Darius Simka

Wolfsburg, 3.3.2017.

Für den einen ist es Spiel Nummer 1 als Chefcoach des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg – für den anderen ist es Spiel Nummer 1 an alter Wirkungsstätte. Wenn die „Wölfe“ am Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FSV Mainz 05 antreten, dann ist es in doppelter Hinsicht eine besondere Begegnung. Für den neuen VfL-Trainer Andries Jonker und eben auch für den ehemaligen Mainzer Spielmacher Yunus Malli.

Der 25-jährige Malli wechselte im Winter aus der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz an den Mittellandkanal. 129 Partien absolvierte der Mittelfeldakteur für den FSV, erzielte dabei 29 Tore und bereitete obendrein noch 19 Treffer vor. Eine Bilanz, die den neunmaligen türkischen Nationalspieler begehrt gemacht hat – eine Bilanz, die man sich von ihm nun auch in Wolfsburg erhofft. Bei seinen sechs bisherigen Punktspiel-Einsätzen kam Malli bislang erst auf eine Torvorlage.

Die Personalie Malli tritt am Samstag allerdings ein wenig in den Hintergrund, denn die Premiere von Andries Jonker als Chefcoach der „Wölfe“ hat natürlich noch einmal ein anderes Gewicht. Der 54-jährige Niederländer, der zuletzt die Nachwuchsakademie von Arsenal London geleitet hatte, soll die Grün-Weißen zurück in die Erfolgsspur führen und zum „Retter“ im Abstiegskampf avancieren. Das Polster auf den Relegationsrang ist eben auf bedenkliche zwei Zähler zusammengeschrumpft.

„Ich werde diese Woche alles Mögliche unternehmen, um die Mannschaft gut auf das anstehende Spiel in Mainz vorzubereiten“, hatte Jonker bei seiner Vorstellung am Montag bereits den Blick aufs Wochenende gerichtet und angekündigt: „Jeder fängt bei null an und muss seine Chance nutzen, damit er am Samstag spielen darf. Und ich sage bewusst darf.“

Die Wolfsburger dürfen in Mainz auch auf die Unterstützung ihrer Anhänger zählen: Denn bis zu 680 Fans werden den VfL alleine schon im „Sambazug“ zur Auswärtspartie begleiten. Ob diese auf der Rückfahrt Grund zum „Singen, Springen und Tanzen“ haben werden, wie sie selbst im Stadion singen, werden die 90 Minuten am Samstag zeigen. Eines ist aber sicher: Schön anzusehen, wie eine Samba, muss der Auftritt des VfL nicht sein. In der derzeitigen Situation zählen für die abstiegsbedrohten Wolfsburger nur die Ergebnisse.

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