Künstler brachten Farbe in die Stadt

Zweite „Winterkunstzeit“ lockte vor allem am Samstag viele Besucher an.

Professor Erich Kruse erklärt den Umgang mit dem Lasercutter.

Von Tarik Dulich
und Julika Likus

Braunschweig. Ob elegante Holzschnitzereien, bunte Wollfiguren oder 3-D-Drucke: Die „Winterkunstzeit“ lockte vor allem am Samstag wieder zahlreiche Besucher in die Innenstadt. Mit abwechslungsreichen Workshops und eigenen Projekten präsentierten sich rund 30 Künstler aus Braunschweig und Umgebung. „Wir wollten vor allem das Thema Kunst in die Innenstadt bringen, Künstler und Besucher zusammenführen“, sagte Tobias Grosch vom Braunschweiger Stadtmarketing, das die zweite „Winterkunstzeit“ rund um den verkaufsoffenen Sonntag organisiert hatte.

Reisefotograf Nizar Fahem präsentierte zum Beispiel schöne, aber auch nachdenklich stimmende Bilder in den Schlossarkaden. Für seine Fotos besucht er unter anderem die ärmeren Regionen der Welt. „Mir geht es darum, den Kontrast zwischen Armut und Reichtum auf einem Bild festzuhalten“, erzählt er über den starken Kontrast zwischen Luxushotels auf der einen und das Leben in Slums auf der anderen Seite. Die Hochschule für Bildende Künste (HBK) stellte dagegen in der Burgpassage die Studiengänge „Design in der digitalen Gesellschaft“ und „Transformation Design“ und damit Kunst zum Anfassen vor. Besucher konnten dabei unter anderem einen 3-D-Drucker in Aktion sehen und sich selbst mit einem Lasercutter Namensschilder erstellen. „Uns geht es darum den Besuchern zu zeigen, wie sie die digitalen Hilfsmittel benutzen können“, erklärte HBK-Studentin Elisabeth Kracke. Ilse und Manfred Voigt waren mit dem Angebot sehr zufrieden. „Wir warten schon seit langem darauf, dass das HBK mal an solchen Veranstaltungen teilnimmt“, freuten sich die beiden Passanten. Die Ausstellung in der Burgpassage ist noch bis zum 7. Februar zu sehen.

Jede Menge Späne und Stein flogen auf dem Kohlmarkt. Wie auch schon im vergangenen Jahr zeigten Sebastian Heiß und Bildhauer Magnus Kleine-Tebbe, wie sie aus einem Holzstamm Tierskulpturen fertigten. Dabei benutzt Heiß, der hauptberuflich als Hausmeister tätig ist, seine Motorsäge, während Kleine-Tebbe Hammer und Meißel verwendet. „Wir wollten eine Synergie aus Kettensäge und Handschnitzerei haben“, erzählt Kleine-Tebbe.

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