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Labbadia: „Wir müssen jede Stunde nutzen“

1. Fußball-Bundesliga: Der Trainer hat sich als „Retter“ einen Namen gemacht und beim VfL Wolfsburg bis 2019 unterschrieben.

Neuer Cheftrainer beim VfL Wolfsburg: Bruno Labbadia. Foto: regios24/Darius Simka

Wolfsburg, 23.02.2018.

Seit Montagnachmittag ist Bruno Labbadia beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg als neuer Trainer verantwortlich. Der 52-Jährige, Nachfolger des zurückgetretenen Schweizers Martin Schmidt, unterschrieb bei den „Wölfen“ einen Vertrag bis 2019. Am Freitagabend beim Auswärtsauftritt der Wolfsburger beim FSV Mainz 05 feiert Labbadia nach nur kurzer Kennenlernzeit seinen Einstand auf der Wolfsburger Bank.

Für Labbadia, der bereits 259 Mal in der Bundesliga für Bayer Leverkusen, den VfB Stuttgart und den Hamburger SV an der Seitenlinie stand, ist es die vierte Trainerstation in der Bundesliga. Mit dem erfahrenen Trainer, der noch nie abgestiegen ist, will der VfL den Abstieg verhindern. Nur Bayern-Trainer Jupp Heynckes und Gladbachs Dieter Hecking haben mehr Bundesliga-Erfahrung als Trainer. Der gebürtige Darmstädter hat sich als Motivator und „Retter“ einen Namen gemacht.

2015 rettete sich der HSV unter Labbadias Regie erst in der Relegation mit einem Sieg in der Verlängerung beim Karlsruher SC. In der folgenden Spielzeit belegten die Hanseaten den 10. Platz. Nach fünf sieglosen Partien zum Saisonstart 2016/2017 wurde er beim HSV entlassen und durch Markus Gisdol ersetzt.

Bei seinem ersten Engagement beim Hamburger SV wurde Labbadia in der Saison 2009/2010 am 32. Spieltag entlassen. Zu diesem Zeitpunkt standen die Hamburger auf Rang sieben. Er wurde zwischen den beiden Europa-League-Halbfinalspielen gegen den FC Fulham (0:0/1:2) beurlaubt.

Dazwischen arbeitete Labbadia zweieinhalb Jahre beim VfB Stuttgart. Die Schwaben waren bei seinem Amtsbeginn im Dezember 2010 extrem abstiegsgefährdet, doch Labbadia führte die Mannschaft noch auf Platz 12.

In Wolfsburg müsse der gemeinsame Blick von den Misserfolgen der jüngsten Vergangenheit nun fokussiert nach vorne gerichtet werden, sagte Labbadia bei seiner Vorstellung am Montag. „Mich interessiert nur, was wir jetzt tun können. Wir müssen jede Stunde nutzen und uns auf wenige Dinge konzentrieren. Als erstes gilt es, Geschlossenheit hinzubekommen.“ Auf das Spielgeschehen übertragen bedeute dies auch, „kompakter aufzutreten“. Der erfahrene Coach weiß um die Wichtigkeit eines Mannschaftsgeistes, in dem jeder einzelne Spieler seine Rolle findet – gerade auch angesichts der derzeitig langen Liste verletzter Spieler. „Auch wenn es natürlich immer Härtefälle geben wird“, so Labbadia, sei jeder im Kader jetzt wichtig, um das Ziel Klassenerhalt gemeinsam zu erreichen. „Die Zukunft heißt elf Spiele.“

Auch im Umfeld der Mannschaft herrschte Erleichterung. „Wir freuen uns sehr, dass wir Bruno Labbadia für den VfL gewinnen konnten. Jetzt müssen wir alle nach vorne schauen und unsere Aufgaben mit Ruhe und Geschlossenheit angehen“, betonte VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher. Sportdirektor Olaf Rebbe sagte: „Bruno Labbadia ist ein sehr erfahrener Trainer, der seine Qualitäten in der Bundesliga schon mehrfach unter Beweis gestellt hat.“

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