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Lieberknecht: „War schwierig, Nürnberg zu entschlüsseln“

2. Fußball-Bundesliga: Personaldecke bei Eintracht wird dünner – Lob für Suleiman Abdullahi und Jan Hochscheidt.

Durchsetzungsvermögen: Eintrachts Jan Hochscheidt setzt Offensivakzente. Foto: Hübner

Von Elmar von Cramon, 24.11.2017.

Braunschweig. Auf vier Duelle gegen hochklassige Gegner können sich die Fans von Eintracht Braunschweig vor der Winterpause noch freuen. Am heutigen Samstag um 13 Uhr gibt mit dem 1. FC Nürnberg der Tabellenvierte der 2. Fußball-Bundesliga seine Visitenkarte im Eintracht-Stadion ab.
Der „Club“ wartet wie Eintracht Braunschweig seit drei Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn und will so schnell wie möglich in die Aufstiegszone zurückkehren. Für die Löwen geht es darum, vor heimischer Kulisse endlich drei Punkte einzufahren, um den Abstand nach oben zu verkürzen.

„Je später der Abend desto schöner die Gäste. Was die Tabellensituation angeht, haben wir tolle Gäste“, wandelt Torsten Lieberknecht ein bekanntes Sprichwort im Hinblick auf die bis zu den Festtagen noch ausstehenden Spiele ab.
Den Anfang machen die Nürnberger, deren „Code“ für den 44-Jährigen nicht einfach zu knacken war: „Es war sehr schwierig sie zu entschlüsseln, weil sie ähnlich wie wir mit verschiedenen Grundordnungen agieren und diese während des Spiels wechseln.“
Taktische Flexibilität gehört auch zu den Alleinstellungsmerkmalen der Blau-Gelben, sodass Lieberknecht sein Gegenüber vor dem Spiel einer „ähnlichen Problematik“ ausgesetzt sieht. „Oberste Priorität ist, leidenschaftlich zu kämpfen. In diesem Spiel wird aber auch die Taktik eine gewisse Rolle spielen“ erwartet der Fußball-Lehrer ein „aus taktischen Gesichtspunkten interessantes Spiel“.
Fehlen werden gegen den „Club“ die Langzeitverletzten Mirko Boland, Joe Baffo und Domi Kumbela. Auch für Quirin Moll und Christoffer Nyman kommt ein Einsatz noch zu früh, ausfallen werden zudem Julius Biada und Eros Dacaj.
„Wir lamentieren nicht. Wie wir uns trotz der fehlenden Spieler präsentieren, würde wohl nur wenigen Teams in der Liga gelingen“, stellt Torsten Lieberknecht klar, dass er mit der Art und Weise, wie sich seine Mannschaft zuletzt präsentiert hat, rundum zufrieden ist: „Die Jungs machen das seit Wochen gut, ich sehe keinen Leistungsabfall oder einen Gegner, der erheblich stärker war.“
Lob bekam auch Suleiman Abdullahi, dem nach langer Wartezeit beim 2:2 bei Arminia Bielefeld endlich sein erster Saisontreffer gelungen war: „Man hat das Gefühl, dass Ballast von ihm abgefallen ist, er wirkte im Training noch präsenter.“
Auch Jan Hochscheidt, der viele Offensivakzente setzte und den zweiten Eintracht-Treffer erzielen konnte, bekam von seinem Coach ein gutes Zeugnis ausgestellt: „Er hat seine taktische Flexibilität gezeigt und ist ein Junge, der das Herz am rechten Fleck hat; ich bin froh, dass wir ihn im Kader haben.“
Genau wie bei zehn seiner Teamkollegen läuft der Kontrakt des 30-Jährigen am Saisonende allerdings aus.
In der Winterpause dürfte Marc Arnold mit dem einen oder anderen Akteur die Verhandlungen über eine Verlängerung aufnehmen.
Deutlich wird aber auch, dass die Blau-Gelben einzelne Akteure in der Pflicht sehen, sich anzubieten. „Wir werden beim einen oder anderen die Rückrundenvorbereitung abwarten“, erklärt der sportliche Leiter.
So könnte Eintracht gegen Nürnberg spielen: Fejzic – Reichel, Breitkreuz, Valsvik, Sauer (Becker) – Schönfeld, Samson – Khelifi, Hernandez, Hochscheidt – Abdullahi.

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