Löwen gegen die Bayern chancenlos

Basketball-Bundesliga: Ordentliches Debüt von Andre Hollins beim 58:80.

Andre Hollins, hier in der Defensive gegen Ex-Löwe Dru Joyce, erzielte in seinem Debüt acht Punkte. Foto: Dräger

Von Christoph Matthies, 26.03.2017.

Braunschweig. Spiele der Löwen-Basketballer gegen die Schwergewichte der Liga sind ja häufig nicht die spannendsten, weil der qualitative Abstand zu den Spitzenteams einfach zu groß ist. So auch bei 58:80-Heimniederlage am Sonntag gegen den FC Bayern München, bei dem die Löwen nur bis zur 24. Minute wirklich Paroli bieten konnten.

Zum Glück gab es da auch noch ein mit Spannung erwartetes Debüt. Andre Hollins, für den an der Halswirbelsäule verletzten Carlton Guyton nachverpflichtet, schnürte erstmals die Schuhe in der mit 3615 Zuschauern ganz gut besuchten VW-Halle. Nach knapp sechs Minuten, beim Zwischenstand von 5:14, kam der Combo-Guard erstmals für Tommy Klepeisz in die Partie, um den Spielaufbau gemeinsam mit Carlos Medlock zu gestalten.

Seine beste Phase zeigte der neue US-Amerikaner, der aus der zweiten französischen Liga an die Oker gewechselt war, im zweiten Viertel. Nach zehn Minuten hatte es 8:21 gestanden, die Bayern hatten den Löwen defensiv den Schneid abgekauft. In der 12. Minute traf Hollins dann seinen ersten Dreipunktewurf im Löwendress, kurz darauf folgte ein Zweier mit Fuß auf der Linie und ein weiterer Dreier zum 16:23. „Er hat uns geholfen, hat Würfe getroffen und im Ballvortrag wenige Fehler gemacht“, lobte Löwen-Coach Frank Menz den Neuen, der erst drei Trainingseinheiten mit dem Team mitgemacht hatte.

Die Löwen, die ohne Nico Simon (muskuläre Probleme) auskommen mussten, kamen in der 24. Minute durch ihren Besten, Playmaker Carlos Medlock (17 Punkte, 6 Assists), nach einem spektakulären Korbleger noch einmal auf 34:40 an den BBL-Dritten heran. Dann aber legten die fast schon unverschämt stark besetzten Bayern einen 11:0-Run hin und ließen das Menz-Team, das schon früh mit Foulproblemen zu kämpfen hatte, im Rückspiegel verschwinden. „Unsere Defensive war in der zweiten Hälfte der große Schlüssel“, bilanzierte Bayern-Trainer Aleksandar Djordjevic hinterher. Das letzte Viertel gestaltete sich – wie so oft gegen Spitzenteams – langweilig, lediglich der freche Dreier von Doppellizenz-Youngster Samuel Mpacko 30 Sekunden vor Schluss ließ bei den Löwen-Fans noch einmal Stimmung aufkommen. Hollins saß da bereits mit fünf Fouls auf der Bank.

Durch die Niederlage von Vechta in Würzburg am Freitagabend haben die Löwen weiterhin vier Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz.

Für die Löwen punkteten: Medlock 17 (6 Assists), Hollins 8, Boykin 8, Pierre 6, Groselle 6, Schwartz 5, Klepeisz 4, Mpacko 3, Figge 1, Theis (7 Rebounds).

^