Löwen gewinnen Krimi in Jena

Braunschweig/Jena.

DeAndre Lansdowne (links) stellte in Jena neue persönliche BBL-Bestleistungen in Punkten (26), Rebounds (9) und Assists (8) auf. In dieser Szene sah er dabei zu, wie Jenas Kyle Weaver über Löwen-Center Scott Eatherton abdrückte. Rechts im Bild: Last-Second-Pechvogel Derrick Allen. Foto: Eibner/Christoph Worsch

In einer hochdramatischen Schlussphase in Jena hatten die Löwen-Basketballer am Sonntagnachmittag das bessere Ende für sich. Durch den 85:83 (44:45)-Sieg sind die Braunschweiger in der Bundesliga-Tabelle an den Thüringern vorbeigezogen und belegen nun Rang zwölf.

Wie schon im Hinspiel Anfang Januar in der VW-Halle war es der Ex-Löwe Derrick Allen, der den letzten Wurf daneben setzte und die Löwen so mit einem Sieg davonkommen ließ. Mit der Schlusssirene bekam der Veteran, der in seiner Karriere mehr Bundesliga-Punkte erzielt hat als jeder andere aktive Spieler, den Ball ganz frei kurz hinter der Freiwurflinie und traf nur den Ring.

Die 2468 Zuschauer in der Sparkassen-Arena hatten 40 Minuten lang eine ausgeglichene und spannende Partie mit vielen Führungswechseln gesehen. Der überragende Mann des Spiels, Löwen-Guard DeAndre Lansdowne, verhalf den Gästen mit acht schnellen Punkten zu einer frühen 13:6-Führung (4. Minute). Doch nun fand auch Jena besser in die Partie, nach zehn Minuten lagen die Gastgeber bereits mit 24:19 vorne.

Mit einem spektakulären Dreier mit 24-Sekunden-Sirene und Brett eröffnete Löwen-Guard Tommy Klepeisz das zweite Viertel (24:22). Auch Scott Eatherton, der insgesamt sehr gut zugemacht wurde und ungewohnt unauffällig blieb, traf nun. Vor allem war es aber immer wieder Lansdowne, der die Löwen von außen, aber auch „inside“ im Spiel hielt. Der Mann aus New Mexico glänzte mit starken 26 Punkten, 9 Rebounds und 8 Assists und schnupperte damit an einem Triple-Double. Gefallen konnte auch Anthony Morse, der nach seiner Weisheitszahn-OP wieder dabei war und das erste Double-Double seiner jungen BBL-Karriere auflegte (12 Punkte, 11 Rebounds).

Trotz der tollen Leistung: Fehlerfrei war Lansdownes Spiel keineswegs. „Die Turnover am Ende des Spiels haben mich wirklich frustriert“, sagte der Amerikaner, dem insgesamt sieben Ballverluste unterlaufen waren. Viel zu viele, und zwei davon in der dramatischen Endphase der Partie. Nachdem die Löwen kurz vor Ende des dritten Viertel schon mit zehn Punkten (67:57) geführt hatten, lag Jena eine Minute vor der Schlusssirene wieder mit drei Punkten in Front, als Skyler Bowlin einen Dreier versenkte.

In dieser Situation zeigte der oft wurfschwache Bazou Koné, wie wichtig er auch von außen sein kann, und glich mit einem coolen Dreier aus. Den nächsten Dreier auf der Gegenseite vergab Bowlin, Lansdowne durfte kurz darauf an die Linie und traf abgebrüht beide Freiwürfe zur 85:83-Führung. Und dabei blieb es – dank der fehlenden Präzision von Derrick Allen.

Für die Löwen punkteten: Lansdowne 26 (9 Rebounds, 8 Assists), Klepeisz 16, Morse 12 (11 Rebounds), Koné 9, Eatherton 8, Janavicius 7, Nawrocki 7, Schwartz, Figge, Lagerpusch, Ebert, Alte.

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