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Luft im Tabellenkeller wird dünner für die „Wölfe“

1. Fußball-Bundesliga: Wolfsburger 1:3-Niederlage bei Werder Bremen.

Erzielte den 1:2-Anschlusstreffer im Spiel bei Werder Bremen: Wolfsburgs Paul Verhaegh (l.) im Duell mit Florian Kainz (Werder Bremen). Foto: regios24/Darius Simka

Von Jens Neumann, 13.02.2018.
 

Wolfsburg. „Es wissen alle, dass es fünf vor zwölf – sogar etwas drüber – ist“: Die Worte von Chefcoach Martin Schmidt machten es noch einmal deutlich. Nach der 1:3 (0:2)-Niederlage am 22. Spieltag beim SV Werder Bremen stecken die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg wieder mittendrin im Abstiegskampf. Die Luft im Tabellenkeller wird immer dünner für die „Wölfe“.

Dabei wurden die Gäste vor rund 38 000 Zuschauern im Weserstadion gleich eiskalt erwischt: Gerade einmal vier Minuten waren gespielt, als Ludwig Augustinsson nach einem Eckstoß unbedrängt zum Kopfball kam und die frühe 1:0-Führung für den Viertletzten der Tabelle erzielte. Und fünf Minuten vor dem Seitenwechsel legte Florian Kainz mit einem sehenswerten Schuss ins lange Eck das 2:0 für die Bremer nach.

Hoffnung keimte im Lager der „Wölfe“, von denen in Durchgang eins offensiv so gut wie nichts zu sehen gewesen war, vier Minuten nach Wiederanpfiff auf: Niklas Moisander zog Robin Knoche zu Boden, Schiedsrichter Deniz Ayketin entschied auf Strafstoß. VfL-Kapitän Paul Verhaegh verwandelte im Nachschuss, nachdem Jiri Pavlenka seinen ersten Versuch noch abgewehrt hatte.

Der Treffer tat den Gästen gut, die in der Folgezeit mehr vom Geschehen hatten und auch mutiger wirkten. Allerdings fehlte es – wie schon in den Vorwochen – in der Offensive an der nötigen Durchschlagskraft.

Und so kam es, wie es kommen musste: Florian Kainz markierte nach einem Konter das 3:1 – die Entscheidung in der 72. Spielminute.

„Es gibt ein weiteres Spiel, mit dem wir sehr, sehr unzufrieden sind. Die Niederlage tut weh und schmerzt, weil wir uns heute viel vorgenommen hatten – gerade im Zweikampfbereich. Wir wollten von Anfang an das Spiel mitbestimmen, aber dann hat die Zuteilung nicht gepasst und nach dem ersten Fehler liegen wir gleich 0:1 zurück“, fasste VfL-Chefcoach Martin Schmidt zusammen.

Noch härter drückte es Maximilian Arnold im Interview bei Sky aus. „Wir dürfen so ein Spiel nicht so scheiße angehen. Es ist unerklärlich, wie das in der ersten Halbzeit passieren konnte. Es ist einfach nur schlecht“, betonte der Mittelfeldakteur: „Wir als Team sind schuld an der Situation. Was wir spielen, ist absolut scheiße.“

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