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Marc Pfitzner: „Schön, wieder das Eintracht-Trikot zu tragen“

Fußball: Eintracht-Urgestein zurück bei den Blau-Gelben

Hat in den vergangenen beiden Spielzeiten bei Werder Bremen II gekickt: Marc Pfitzner (l.). Foto: imago

Von Elmar von Cramon, 7. August 2018
Braunschweig. Zwei Jahre nach seinem Abschied aus der Löwenstadt kehrt Marc Pfitzner zu seinen Wurzeln zurück und wird in der kommenden Spielzeit für die U23 von Eintracht auflaufen. Der 33-Jährige unterschrieb bei den Löwen einen Einjahreskontrakt, nachdem er in den vergangenen beiden Spielzeiten das Trikot von Werder Bremens U23 getragen hatte.

„Der Kontakt zu den Verantwortlichen ist nie abgerissen, weil ich, wann immer es ging, bei Eintracht vorbeigeschaut habe“, freut sich „Pfitze“ über seine Rückkehr: „Es ist schön, dass es für mich „zurück zu den Wurzeln“ geht und ich auf dem B-Platz wieder das Eintracht-Trikot tragen kann.“

Dort hatte seine steile Karriere nach seinem Wechsel von den Freien Turnern in der U23 begonnen, bevor er unter Benno Möhlmann 2007 den Sprung in die erste Mannschaft packte. Nach erfolgreicher Drittliga-Qualifikation unter Torsten Lieberknecht stieg der gebürtige Braunschweiger mit den Löwen bis in die erste Liga auf und absolvierte bis zu seinem Abschied im Sommer 2016 197 Erst-, Zweit- und Drittligaspiele, in denen ihm zwölf Tore gelangen.

„Für meine persönliche Weiterentwicklung war es gut, mal eine Zeit lang etwas anderes kennenzulernen. Nun bin ich aber glücklich, wieder in meinem Haus zu wohnen und in meinem gewohnten Umfeld mit Familie und Freunden zu sein“, blickt er auf seinen Abstecher in die Hansestadt zurück. Dieser brachte ihn nicht nur menschlich, sondern auch sportlich weiter: „Mit Alexander Nouri, Florian Kohfeldt und Sven Hübscher hatte ich drei sehr gute Trainer, konnte Erfahrung als Co-Trainer der U17 sammeln und meine Trainerscheine machen.“

Insgesamt 50 Spiele absolvierte er in der dritten Liga für die grün-weiße Reserve, mit der er am Ende der vergangenen Saison aber aus der Spielklasse absteigen musste. „Die Qualität in der dritten Liga ist hoch, das habe ich in meiner Anfangszeit in Bremen etwas unterschätzt. Manchmal haben wir trotz spielerischer Überlegenheit verloren, weil viele Teams sehr kompakt stehen und auf Konter lauern.

Robustheit und Zweikampfstärke sind enorm wichtig“, weiß der 33-Jährige, der den jungen Werder-Profis als erfahrene Kraft beim Sprung in den bezahlten Fußball half und diese Rolle nun in Braunschweig im neuformierten U23-Team unter Trainer Deniz Dogan übernehmen wird. „Wir kennen uns schon lange, ich werde Dogi so gut ich kann unterstützen und hoffe, dass wir unseren Teil dazu beitragen können, unseren jungen und talentierten Nachwuchsspieler zu fördern“, freut sich Pfitzner auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit seinem Ex-Teamkollegen.

Trotz aller Freude gab es für „Pfitze“ nach seiner Rückkehr einen Wermutstropfen zu verkraften. Kurz zuvor war das blau-gelbe Urgestein Heinz Seifert im Alter von 87 Jahren verstorben. „Papa Heinz“ hatte als langjähriger Betreuer der Eintracht-U23 auch Pfitzners Karriereweg ein Stück mitbegleitet: „Jeder hat seine Art geliebt, er war ein Teil von uns als Eintracht-Familie. Ich war sehr traurig, als ich erfahren habe, dass er gestorben ist.“

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