Mehr Straftaten, mehr Aufklärung

Die Polizei Helmstedt präsentiert die Kriminalstatistik des Jahres 2017.

Jörg Dornfeld, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, Sven-Marco Claus, Pressesprecher, und Heike Heil, Leiterin des Polizeikommissariats Helmstedt, sind mit den Zahlen der Kriminalstatistik zufrieden. Foto: Bea Kühne

Von Maria Lüer, 09.03.2018.
 

Helmstedt. Rundum zufriedene Gesichter im Polizeikommissariat Helmstedt – die Zahlen, die Jörg Dornfeld, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, Heike Heil, Leiterin des Polizeikommissariats Helmstedt, und Sven-Marco Claus, Pressesprecher, im Rahmen der Kriminalstatistik 2017 präsentierten, können sich sehen lassen: Die Ordnungshüter haben zwar geringfügig mehr Straftaten registriert, nämlich 5828 im Landkreis und 2599 in der Stadt, das macht im Vergleich zum vorangegangenen Jahr 2016 ein Plus von 95 beziehungsweise zwölf Delikten.

Aber: Helmstedt glänze mit einer überdurchschnittlichen Aufklärungsquote von 64,1 Prozent auf den Landkreis sowie 63,9 Prozent auf die Stadt bezogen. Alles über 60 Prozent sei gut, wie Heike Heil befand.
„Helmstedt ist ja ein fast ländlicher Bereich – Wolfsburg und Braunschweig sind da natürlich deutlich urbaner. Deswegen ist da die Anzahl der Straftaten auch entsprechend höher“, erklärt Jörg Dornfeld gegenüber dem Online-Nachrichtenportal news38.

Besonders erfolgreich sind die Helmstedter mit der Ermittlungsgruppe „Haus“, die in Kooperation mit der Polizeidirektion Wolfsburg läuft. Die vier gesondert eingesetzten Beamten bearbeiten ausschließlich die Einbruchsdelikte. „Wir haben hier eine Aufklärungsquote von 36 Prozent im Landkreis. Damit liegen wir deutlich über dem Landesdurchschnitt von 23 Prozent“, betont Sven-Marco Claus. In den meisten Fällen würden hinter den Einbrüchen organisierte Banden aus dem osteuropäischen Raum stecken – vor allem wegen der guten Anbindung an die A2 sei Helmstedt ein beliebtes Ziel der Verbrecher, nicht nur bei Einbrüchen.

„Erfolg“ hatten im vergangenen Jahr offenbar die Autodiebe: Wurden 2016 noch 53 Autos gestohlen, sind es 2017 schon 93 Fahrzeuge. „Die Lage Helmstedts bietet sich vor allem für polnische Autodiebe an. Schon oft wurden an der Grenze zu Polen Autos aus Helmstedt sichergestellt“, berichtet Jörg Dornfeld dem Online-Nachrichtenportal news38. Betroffen seien vor allem Autos zwischen 15 000 und 20 000 Euro, die fünf bis zehn Jahre alt sind. Deutlich zurückgegangen ist hingegen die Zahl der Diebstähle aus den Autos heraus. 2017 wurden knapp 90 Pkw weniger aufgebrochen – ein Erfolg für die Polizei Helmstedt. „Wir haben deutlich mehr Kontrollen eingeführt, auch länderübergreifend“, erklärt Jörg Dornfeld.

Kopfzerbrechen bereitet der Polizei eine Brandserie in Helmstedt: Seit 2016 zündelt ein Feuerteufel mit Vorliebe in der Walbecker Straße. „Wir sind jetzt auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen“, sagt Sven Marco Claus. Am besten gebe man diese auch sofort: „Wir haben die eindringliche Bitte, den Täter nicht erst anzusprechen und dann die Polizei zu rufen.“ Im Notfall könne auch die 110 gewählt werden. „Wir fahren lieber ein Mal umsonst und kriegen den Täter dafür irgendwann.“

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