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„Müssen jedes Spiel einzeln abarbeiten“

Fußball: Eintrachts erster Sieg in Kaiserslautern seit 40 Jahren – Greuther Fürth achtmal ungeschlagen.

Schoss das 1:0 im Hinspiel: Eintrachts Onel Hernandez, hier gegen Fürths Andreas Hofmann. SH

Von Elmar von Cramon, 04.04.2017.

Braunschweig. Nervenstark präsentierten sich Eintrachts Zweitliga-Fußballer beim 1:0-Erfolg in Kaiserslautern und bleiben durch den ersten Dreier auf dem „Betze“ seit 40 Jahren voll im Aufstiegsrennen. Im Auswärtsspiel bei Greuther Fürth wollen die Blau-Gelben heute Abend (17.30 Uhr) den nächsten Schritt machen.

„Die Mannschaft hat das super gemacht, das war ein Sieg des Willens“, zeigte sich Torsten Lieberknecht nach dem knappen Erfolg in seiner alten sportlichen Heimat zufrieden. Zwar verhehlte der 43-Jährige nicht, dass dem FCK nach einem Handspiel von Gustav Valsvik ein Elfmeter verweigert worden war, zeigte sich insgesamt aber sehr zufrieden mit dem leidenschaftlichen Auftritt in der Pfalz, den seine Mannschaft einmal mehr durch ein Tor in der Schlussphase unter Dach und Fach brachte. „Die Mannschaft zeigt ihren super Charakter und die totale Bereitschaft, sich ihren großen Traum zu erfüllen“, lobt der Eintracht-Coach und setzt darauf, dass die Blau-Gelben weitere Begeisterung in der Löwenstadt entfachen: „Die Leidenschaft der Mannschaft müsste jeden Sympathisanten des Teams stolz machen.“
Einmal mehr war die Personifikation hierfür Mirko Boland, der trotz seiner Gesichtsmaske bei der spielentscheidenden Szene vollen Einsatz zeigte: Nach einer Ecke von Hendrick Zuck verlängerte Julius Biada zum langen Pfosten, wo der Routinier den Ball gegen einen verdutzten FCK-Keeper Julian Pollersbeck per Kopf ins Tor wuchtete.
„Das zeigt, wie wertvoll Bole für uns ist. Er musste durch eine schwierige Situation, ist gereift, hat Profil entwickelt und ist nun dafür belohnt worden“, freut sich Lieberknecht, dass der 29-jährige Mittelfeldspieler seine Kritiker Lügen gestraft hat.
Heute steht mit Greuther Fürth die nächste Herausforderung in der Fremde an. Die Franken, die achtmal in Folge ungeschlagen blieben und gegen Hannover und Stuttgart zu Hause gewannen, bezeichnet Lieberknecht ebenso als „Mannschaft der Stunde“ wie Union Berlin: „Sie wollen auch weiterhin gegen die oberen Teams gewinnen und können theoretisch sogar noch den dritten Platz erreichen.“ Die Chancen der Löwen am Saisonende in der Aufstiegszone zu landen, sind jedoch ungleich höher.
Aufgrund der engen Tabellenkonstellation bevorzugt es der Eintracht-Coach jedoch, sich erst ab morgen mit dem nächsten Heimspielgegner Dynamo Dresden zu beschäftigen: „Wir müssen jedes Spiel einzeln abarbeiten, deshalb interessiert im Moment auch nur Fürth. Wir wollen dort besser aussehen als Stuttgart und Hannover.“ In einem Punkt denkt der 43-Jährige aber bereits an alle bis zum Saisonende noch ausstehenden Begegnungen: „Wir brauchen für jedes Spiel die absolute Unterstützung unserer Fans.“
Für die Begegnung in Fürth stehen Lieberknecht bis auf Marcel Correia (Reha nach Bandverletzung) und Adam Matuschyk (Individualtraining nach Zerrung) alle Akteure zur Verfügung.
So könnten sie spielen: Fejzic – Reichel, Valsvik, Baffo (Decarli), Ofosu-Ayeh – Boland, Moll, Omladic (Zuck) – Hernandez – Kumbela (Nyman), Abdullahi.

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