Narren haben Helmstedt fest im Griff

Erstmals fand der traditionelle Karnevalsumzug durch die Innenstadt am Samstag statt.

Bürgermeister Wittich Schobert (rechts) feierte gemeinsam mit den Organisatoren Denise Kuhnt und Wolfram Wrede vom Helmstedter Elferrat. Fotos (4): Erik Beyen

Von Erik Beyen, 13.02.2018.
 

Helmstedt. Am Samstag hatten die Narren den Landkreis fest im Griff, auch die Stadt Helmstedt, dort unter dem neuen Motto: „Liebe Narren nicht vertun – Karneval ist am Samstag nun.“ Das hatte einen handfesten Hintergrund: Erstmals fand der Umzug am Samstag vor Rosenmontag statt. Es sei schwer geworden, Wagen und Helfer für den Umzug am Rosenmontag zu finden, denn dieser Tag ist in hiesigen Breiten ein ganz normaler Arbeitstag. Die Verlegung tat der Sache keinen Abbruch und der Laune nicht weh. Gleichwohl: Echte Motivwagen suchte man in Helmstedt vergebens. Stattdessen zog eine illustre Truppe von Narren ihre Runde durch die Innenstadt.

Los ging es gegen 12 Uhr. Die vereinte Narretei versammelte sich auf dem Marktplatz. Es dürften Hunderte gewesene sein. Aus Lautsprechern kam laute Musik, und irgendwie war überall etwas los.

Um 12.30 Uhr etwa gaben die Tanzmariechen der Tanzschule Lorenz Bonnet eine Kostprobe ihrer karnevalistischen Tanzkünste, wie immer im Rondell der Marktpassage, doch damit auch losgelöst vom eigentlichen Trubel und vor vergleichsweise wenig Publikum. So recht wollte in der Passage eine Karnevalsstimmung nicht aufkommen.

Um Punkt 13 Uhr eröffnete dann Elferrat Wolfram Wrede zusammen mit Helmstedts Bürgermeister Wittich Schobert den Straßenkarneval in der Kreisstadt offiziell. Wrede kündigte alle Beteiligten des Zuges an, Schobert warf Kamelle vom Balkon des Erbprinzen, und unten warteten die kleinen Narren auf die süßen Gaben vom Balkon.

Der Umzug begann schließlich um 13.30 Uhr, eine Karawane sympathisch verrückter Narren, die sich an mindestens ebenso verrückten Schaulustigen entlangschoben. Mit dabei zum Beispiel die als Panzerknacker verkleideten Trommler von Banda Racuda – eine lautstarke Gruppe. Auch der Wagen des THW mit Wittich Schobert auf der Ladefläche kündigte sich lautstark an, während der Bürgermeister einen Tennisarm bekommen musste, so viele Kamelle verteilte er unter der Menge. Gut 45 Minuten zogen die Narren singend und tanzend durch die Stadt, bevor sie sich wieder auf dem Marktplatz versammelten. Dann ging es zum Jugend-, Freizeit- und Bildungszentrum zur Verleihung der Orden an die tapferen Helfer des Tages und das Kinderprinzenpaar. Mit der Party unter dem Motto „Helden der Kindheit“, ging der Karneval in Helmstedt zu Ende.

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