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„Niederlage ärgert mich maßlos“

Fußball: Lieberknecht kritisiert Zweikampfverhalten – Abdullahi gegen Regensburg fraglich.

Zweikampf: Eintrachts Christoffer Nyman gegen Sebastian Ernst (Fürth). Foto: Eibner

Von Elmar von Cramon, 27.02.2018.

Braunschweig. Mit der Niederlage gegen Greuther Fürth haben Eintrachts Zweitliga-Fußballer die Chance verpasst, sich weiter von der Abstiegszone zu entfernen. Stattdessen büßten sie beim 1:2 gegen den direkten Konkurrenten wertvollen Boden ein, da fast alle Mannschaften im unteren Tabellendrittel punkten konnten. Umso wichtiger ist für die Löwen, am Sonntag gegen Jahn Regensburg zu punkten, da ansonsten das Abrutschen auf den Relegationsrang droht.

„Die Niederlage ärgert mich auch drei Tage danach noch maßlos, weil wir zu lethargisch gespielt haben“, kritisiert Torsten Lieberknecht. Beiden Gegentoren seien vermeidbare Fehlerketten vorausgegangen, die insbesondere auf fehlende Konsequenz bei den Zweikämpfen zurückzuführen waren. „Die Einstellung hat mir wegen der Diskrepanz zu dem Union-Spiel überhaupt nicht gefallen“, so der 44-Jährige, der allerdings auch einen nichtgegebenen Handelfmeter nach einem Freistoß von Hendrick Zuck anprangerte: „Da wurde eindeutig nicht zu unseren Gunsten entschieden.“
Nichtsdestotrotz sieht er sich und seine Spieler gegen die Oberpfälzer in der Verantwortung: „Die Mannschaft ist mit mir zusammen gefragt, gegen Regensburg zu liefern“, fordert der Eintracht-Coach vor dem Vergleich gegen das „Team der Stunde“. Die Oberpfälzer weisen die beste Rückrundenbilanz auf und stießen Tabellenführer Düsseldorf am Freitag vom Thron, nachdem sie einen 0:3-Rückstand noch in einen 4:3-Sieg umgebogen hatten., „Verloren geglaubte Spiele umzubiegen steigert das Selbstbewusstsein“, rechnet Lieberknecht mit zielstrebigen Gästen.
Nach der Partie gegen den Jahn gastieren die Löwen beim FC St. Pauli und empfangen dann den MSV Duisburg, allesamt Mannschaften, für die der Relegationsplatz in greifbarer Nähe ist. „Ich bin froh, dass wir jetzt gegen Aufstiegskandidaten spielen. Die Mannschaft muss mit sich ins Reine gehen und eine Antwort auf das Spiel in Fürth liefern“, erwartet der Coach in den kommenden Begegnungen eine Reaktion.
Wieder mithelfen könnte dann Patrick Schönfeld, der nach seiner Zerrung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Bei Suleiman Abdullahi, der gegen Fürth wegen einer Kniereizung passen musste, steht ein Mitwirken gegen Regensburg auf der Kippe. Weiterhin ausfallen wird neben den Langzeitverletzten Julius Biada und Joe Baffo wohl auch Steve Breitkreuz.
Die Hoffnungen vieler Fans liegen derweil auf Mirko Boland, der nach langer Verletzungspause gegen Union sein Comeback feiern konnte, in Fürth aber nicht eingewechselt worden war. Der 30-Jährige hatte in der Vorsaison eine Top-Rückserie gespielt und mit drei Treffern wichtige Punkte gesichert: „Ich bin froh, dass Bole wieder da ist, allerdings muss man seine lange Fehlzeit bei der Abwägung berücksichtigen, ob man ihn von Anfang an aufstellt.“
Den Routinier als alleinigen Heilsbringer anzusehen, hält Lieberknecht nicht für sinnvoll: „Ein Spieler alleine kann nichts ausrichten, sondern nur alle zusammen als Mannschaft.“
Statistik
Mannschaft: Fejzic (3) – Reichel (4,5), Valsvik (3,5), Tingager (3), Teigl (4,5) – Zuck (3,5), Hochscheidt (3), Moll (4), Bulut (3,5) – Kumbela (3,5), Nyman (4,5).
Eingewechselt: 64. Khelifi (-) für Bulut; 82. Hofmann (-) für Zuck; 86. Yildirim (-) für Moll.
Tore: 1:0 (21.) Narey; 1:1 (45.) Kumbela (Vorarbeit Zuck); 2:1 (79.) Ernst.
Gelbe Karten: Bulut, Zuck, Hochscheidt.

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