Nyman scharrt mit den Hufen

Braunschweig.

Außenverteidiger Ken Reichel (hier am Ball gegen Düsseldorf) traf gegen den 1. FC Kaiserslautern nur die Querlatte. Vielleicht hat der Eintracht-Kapitän in Sandhausen mehr Glück. Foto: Hübner

Zum dritten Mal in diesem Jahr müssen die Löwen auswärts antreten. Im Spiel beim SV Sandhausen (Sonntag, 13.30 Uhr) soll der nächste Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht werden, was dem Team beim 1:2 gegen den 1.FCK nicht gelungen war. In der Vergangenheit war das Stadion am Hardtwald ein gutes Pflaster für die Mannschaft von Torsten Lieberknecht. Unter seiner Regie fuhren die Blau-Gelben fünf Siege und ein Remis ein.

Als Lieblingsgegner sieht der Eintracht-Coach die Kraichgauer jedoch nicht. „Alles, was war, ist Vergangenheit und interessiert uns nicht. Wir spielen gegen eine Mannschaft, die seit Jahren ein Gesicht der zweiten Liga ist und für viele ein schwer zu bespielender Gegner war und ist“, zollt Torsten Lieberknecht dem Gegner Respekt. Aktuell weist der Klub aus der 15 000-Einwohner-Stadt die zweitstärkste Heimbilanz auf und stellt außerdem die beste Defensive der Liga. Darüber hinaus gilt SVS-Coach Kenan Kocak wie Lieberknecht selbst als „Taktikfuchs“, der sein System häufig verändert: „Er ist jemand, der sich sehr stark am Gegner ausrichtet; wir wissen deshalb nicht genau, was er vorhat.“ In jedem Fall erwartet er gegen die groß gewachsene SVS-Defensive einen schweren Gang: „Sie verteidigen robust und gehen gegen den Ball aggressiv zu Werke.“

Um sich noch besser auf die Herausforderung vorbereiten zu können, brachen die Löwen bereits gestern Richtung Süden auf.

Neben den Langzeitverletzten Julius Biada und Joseph Baffo fällt in Sandhausen auch Patrick Schönfeld aus, der gegen Kaiserslautern zur Pause mit einer Zerrung ausgewechselt werden musste. Mirko Boland könnte demnächst als weiterer Hoffnungsträger im Abstiegskampf zurückkehren. „Er in dieser Woche vermehrt ins Mannschaftstraining eingestiegen, es sieht sehr ordentlich aus“, hofft der 44-Jährige auf die baldige Rückkehr des 30-Jährigen, der in der abgelaufenen Saison eine Top-Rückrunde spielte. Ebenfalls in den Startlöchern stehen Neuzugang Frederik Tingager und der wiedergenesene Christoffer Nyman. „Ich bin sehr zufrieden, wie Freddie sich integriert und präsentiert hat. Einige Dinge konnte er in der Kürze der Zeit aber noch nicht“, so der Coach, für den der Däne trotzdem als Defensiv-Alternative infrage kommt. Gleiches gilt im Offensivbereich für Nyman: „Er ist körperlich topfit und will zur WM. Es ist klar, dass er mit den Hufen scharrt und darauf wartet, losgelassen zu werden.“

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