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„Positiver Eindruck überwiegt“

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht am Montag in Düsseldorf – Ofosu-Ayeh mit Muskelfaserriss.

Duell im Hinspiel: Eintrachts Quirin Moll gegen Axel Bellinghausen (Fortuna Düsseldorf). Foto: SH

Von Elmar von Cramon, 10.03.2017.

Braunschweig. Nur wenige Tage nach dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart schließt Eintracht mit dem Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf am Montagabend (Anstoß 20.15 Uhr) erneut den Fußball-Zweitligaspieltag ab.

Unsicher war sich Torsten Lieberknecht zunächst, wie er das Remis gegen den zuvor fünfmal in Folge siegreichen Tabellenführer einordnen sollte: „Nachdem ich mir die Partie noch mal auf Video angeschaut hatte, überwiegt der positive Eindruck. Wir sind mit den Rückschlägen des frühen Rückstands und des verschossenen Elfmeters sehr gut umgegangen und haben mit unserer Moral ein Zeichen gesetzt.“
Dies registrierten auch die Fans, die ihre Mannschaft immer wieder nach vorn peitschten. „Die Unterstützung hat uns gut getan“, lobt der Eintracht-Coach die Fans. Dass trotz der Überzahl im zweiten Durchgang nicht noch der Siegtreffer fiel, ist für den 43-Jährigen wenig verwunderlich, hatten sich die Schwaben in ihrer Hälfte regelrecht eingeigelt: „Aus Sicht der Stuttgarter war das taktisch sicherlich OK, allerdings wirkt sich die Überzahl so nicht unbedingt vorteilhaft aus.“
Trotz verstärkter Offensivbemühungen und doppelt besetzter Flügel galt es aus seiner Sicht aber auch, die Kontergefahr der Gäste im Auge zu behalten, um nicht „totales Risiko zu gehen und ins offene Messer zu laufen.“
Die Tabellenregion, in der sich die Löwen und der VfB Stuttgart bewegen, hatten die Verantwortlichen des kommenden Gegners auch auf dem Wunschzettel, doch wie schon in der Vorsaison geht der Blick in Düsseldorf nach unten: „Der Rückrundenstart war sehr dürftig, nachdem Düsseldorf im Winter die Hoffnung hatte, oben dranzubleiben.“ Ähnlich wie Eintracht in Sandhausen schafften es die Rheinländer aber mit dem Sieg in Bochum, den Sieglos-Trend zu stoppen. „Sie haben den Knoten gelöst“, weiß Lieberknecht, dass das 2:1 neues Selbstbewusstsein bei der Funkel-Elf freigesetzt hat.
Erneut den Spieltag abzuschließen sieht Lieberknecht im Aufstiegsrennen nicht als Nachteil an, wohl aber für die mitreisenden Fans. „Ich weiß auch, was das für unsere Anhänger bedeutet“, bedauert Lieberknecht die ungünstige Terminierung und zieht gleichzeitig den Hut vor den Stuttgarter Fans, die zahlreich an der Hamburger Straße vertreten waren: „Den Gästeblock am Montagabend vollzumachen, war schon eine Nummer.“ Das nun anstehende fünfte Abendspiel in Serie nimmt er ansonsten aber mit Humor: „In der Vorsaison hatten wir kaum Flutlichtspiele, nun hat jemand wohl die Nachttischlampe angehabt, als es um unseren Spielplan ging.“
Fehlen werden weiterhin Patrick Schönfeld und Saulo Decarli. Der Schweizer könnte nach dem Besuch eines Achillessehnenspezialisten in Basel aber eher zurückkehren als vermutet. „Eventuell kann er in der kommenden Woche schon mit Einzeltraining beginnen“, gibt sich Lieberknecht vorsichtig optimistisch. Auch Patrick Schönfeld arbeitet momentan individuell, wird aller Voraussicht nach am Montag aber noch fehlen. Das gleiche Schicksal könnte Phil Ofosu-Ayeh ereilen, der sich gegen Stuttgart einen leichten Muskelfaserriss zugezogen hat. Für Nik Omladic, zuletzt zweimal nicht im Kader, bahnt sich eine Rückkehr an. „Er war zuletzt aus sportlichen Gründen nicht dabei, hat mit seinen Trainingsleistungen aber eine Reaktion darauf gezeigt“, erklärt Lieberknecht.
So könnten sie spielen: Fejzic – Reichel, Valsvik, Correia, Baffo – Boland, Moll – Hernandez, Khelifi (Omladic) – Abdullahi (Kumbela), Nyman (Biada).

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