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Schickt Labbadia den HSV in die 2. Liga?

Fußball-Bundesliga: Der VfL Wolfsburg empfängt am Samstag den Liga-Dino aus Hamburg.

Das Bundesliga-Hinspiel zwischen dem VfL Wolfsburg um Yunus Malli (rechts) und dem Hamburger SV endete im Dezember des vergangenen Jahres torlos 0:0. Foto: regios24/Darius Simka

Von Jörg Kleinert, 27.04.2018.
 

Wolfsburg. Dieses Bundesliga-Spiel hat Endspielcharakter. Zumindest für Liga-Dino Hamburger SV, der heute (15.30 Uhr) in seinem Gastspiel beim VfL Wolfsburg dringend einen Sieg braucht. Andernfalls steht für das letzte bislang noch nie abgestiegene Gründungsmitglied der Bundesliga der schwere Gang in Liga zwei bevor. Besiegelt wäre der HSV-Abstieg, wenn die Hanseaten heute in Wolfsburg verlieren und der FSV Mainz 05 und der SC Freiburg ihre Spiele gewinnen. Die Volkswagen-Arena ist seit Tagen komplett ausverkauft.

Dringend punkten muss indes auch der VfL. Im Fall einer Niederlage der Wolfsburger schließt der HSV, derzeit Tabellenvorletzter, von fünf auf zwei Punkte Rückstand auf. Dann droht den Wolfsburgern mehr denn je der direkte Abstieg. Außerdem würden sich die Karten der Grün-Weißen im derzeitig bestehenden Dreikampf mit Mainz und Freiburg verschlechtern. Dieses Trio will unter allen Umständen ein Abrutschen auf Relegationsplatz 16 verhindern.

Gegen den HSV spricht seine Auswärtsschwäche. Die Hanseaten sind in der Fremde seit 14 Spielen sieglos, belegen den letzten Platz der Auswärtstabelle. Und: Der HSV muss zweimal in Folge auswärts antreten. Keine guten Vorzeichen für das Team um Trainer Christian Titz.
Die Mannschaft hat darüber hinaus vor allem wenig Durchschlagskraft im Angriff: Kein Team der Bundesliga markierte weniger Treffer als Wolfsburgs heutiger Gast. Die Auswärtsbilanz der Titz-Elf mit sechs Punkten ist ausbaufähig.

Sieben Zähler aus den letzten fünf Begegnungen stellen eine vernünftige Ausbeute für die Hamburger dar – eine Zwischenbilanz, die die Hoffnung der Hanseaten auf einen abermaligen „Last-Minute“-Klassenerhalt am Leben hielt. Hamburgs „Retter“ der vergangenen Saison steht auch dieses Mal wieder im Kader des HSV: Angreifer Luca Waldschmidt. Der hat in seiner Karriere nur ein Tor in vier Bundesliga-Spielzeiten erzielt – und das ausgerechnet am letzten Spieltag der vergangenen Saison in der 88. Minute zum 1:0-Heimsieg über die „Wölfe“, die seinerzeit in die Relegation gegen Eintracht Braunschweig mussten. Damit schrieb Waldschmidt allerdings Geschichte, rettete dem HSV im Duell mit Wolfsburg in der letzten Saison den Klassenerhalt.

Ein anderer HSV-Retter – vor zwei Jahren sogar zum „Hamburger des Jahres“ gewählt – ist heute VfL-Trainer. Bruno Labbadia war dreimal beim HSV, einmal als Spieler und zweimal als Trainer. 2015 schaffte Labbadia mit den Hamburgern in den Relegationsspielen gegen den Karlsruher SC das „Wunder Klassenerhalt“.

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