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Schmidt: „Wir haben zu viele Fehler gemacht“

1. Fußball-Bundesliga: Wolfsburg verliert 1:2 beim FC Augsburg – Erste Niederlage unter der Regie des neuen VfL-Trainers.

Zweikampf: Divock Origi (VfL) gegen Alfred Finnbogason (FCA). Foto: regios24/Darius Simka

Von Jens Neumann, 28.11.2017.
 

Wolfsburg. „Im zehnten Spiel hat es uns nun erwischt. Jetzt haben wir alles mal erlebt – mit den vielen Unentschieden, dem Sieg vom letzten Wochenende und dieser Niederlage, aus der wir die richtigen Schlüsse ziehen werden. Wir werden unseren Weg gehen, davon bin ich überzeugt“: Martin Schmidt richtete den Blick nach seiner ersten Niederlage als Chefcoach des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg, nach dem 1:2 (1:0) beim FC Augsburg, gleich wieder nach vorne.

Neun Pflichtspiele waren die „Wölfe“ unter Schmidt ungeschlagen gewesen – doch diese Serie endete nun eben zu zehnt. Gerade einmal zehn Minuten waren in Augsburg gespielt, als es für die in Blau angetreten Grün-Weißen in Unterzahl weiterging. Maximilian Arnold hatte Augsburgs Alfred Finnbogason kurz vor dem Strafraum leicht touchiert und so zu Fall gebracht. Schiedsrichter Tobias Stieler zeigte Arnold zu Recht die Gelbe Karte, entschied sich nach dem Studium der TV-Bilder jedoch um und stellte den Wolfsburger vom Platz.
Trotz dieses Rückschlags ließen sich die Gäste nicht hängen, auch wenn Augsburg natürlich mehr vom Spiel und auch die erste Großchance der Partie hatte. Finnbogason scheiterte in der 39. Minute jedoch freistehend an VfL-Schlussmann Koen Casteels. Im direkten Gegenzug durften die „Wölfe“ dann über die überraschende Führung jubeln – dank tatkräftiger Unterstützung eines ehemaligen Grün-Weißen: Einen eher harmlosen Distanzschuss von Daniel Didavi ließ FCA-Keeper Marwin Hitz durch die Arme rutschen – der VfL ging mit einer 1:0-Führung in die Pause.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs präsentierten sich die Gäste dann allerdings ungeordnet. Michael Gregoritsch verpasste mit einem Dropkick (48.) nur knapp das 1:1, erzielte den Ausgleich dann aber nur drei Minuten später, als er mit einem Schuss aus der Drehung erfolgreich war. Nach einer Stunde Spielzeit jubelten die Augsburger erneut – über einen Strafstoßpfiff von Tobias Stieler.

Casteels hatte im Strafraum erst den Ball gespielt, dann Caiuby zu Fall gebracht – und Stieler korrigierte seine Entscheidung, nachdem er die Aktion auf Video gesehen hatte.
Augsburg machte aber weiter Druck – und wurde in der 78. Minute dafür auch belohnt. Philipp Max setzte sich auf der linken Seite durch, passte scharf in Richtung zweiter Pfosten. Und da löste sich der Isländer Finnbogason im richtigen Moment und drückte das Leder zum 2:1-Siegtreffer über die Linie. Rückstände war der VfL unter Chefcoach Martin Schmidt zwar schon gewohnt, doch erstmals fanden die „Wölfe“ keine Antwort mehr darauf und kassierten die erste Pflichtspielniederlage unter ihrem neuen Trainer.

„Nach zehn Minuten wussten wir, dass es heute ein langer Nachmittag werden könnte. Unsere Führung kam ein bisschen glücklich zustande. Trotzdem wollten wir sie so lange wie möglich verteidigen, uns dabei aber nicht nur hinten reinstellen“, erklärte Martin Schmidt und schob nach: „Doch sind wir immer wieder in Konter gelaufen und haben auch sonst zu viele Fehler gemacht. Vor allem die Passquote hat mir nicht gefallen, läuferisch und kämpferisch wiederum war es richtig gut.“

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