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Scott Eatherton bleibt den Löwen treu

Braunschweig.

Löwen-Center Scott Eatherton verfügt über eine ganz starke Fußarbeit und tolle Bewegungen unter dem Korb – und hat dazu auch noch einen guten Wurf. Foto: Kleinschmidt/BestPixels.

Gegen die absolute Übermannschaft der Basketball-Bundesliga gut mitgehalten, mit 82:91 nicht unter die Räder gekommen: Eigentlich hätten die 4000 Löwen-Fans direkt nach der Partie am Sonntagabend gegen den FC Bayern schon zufrieden die VW-Halle verlassen können. Dann allerdings hätten sie das absolute Sahnehäubchen verpasst – denn im Anschluss an das Spiel gab Löwen-Geschäftsführer Sebastian Schmidt gemeinsam mit Scott Eatherton die Vertragsverlängerung des Centers bekannt.

Eatherton, der in den kommenden Wochen zum ersten Mal Vater wird, erklärte, dass er sich mit seiner Frau in Braunschweig sehr wohlfühle. „Daher musste ich nicht lange darüber nachdenken, ob ich meinen Vertrag verlängere“, so der US-Amerikaner weiter. Das kam unverhofft, denn der 26-Jährige, der im Sommer aus Göttingen an die Oker gewechselt war, spielt eine herausragende BBL-Saison. In den Kategorien Punkte (17,6), Rebounds (9,5) und Effektivität liegt Eatherton ligaweit auf Rang zwei. Im Januar vertrat der 2,06-Meter-Mann seinen Klub beim Allstar-Day als erster Löwen-Allstar seit 2014.

Dem Geschäftsführer war die Freude über den Coup deutlich anzumerken. „Uns war im Vorfeld klar, dass es nicht einfach wird, Scott zu halten, denn er hat seinen Marktwert in dieser Saison ordentlich erhöht“, betonte Schmidt. „Doch zum Glück gibt es Agenten, die nicht nur auf das Geld schauen. Sondern zum Beispiel auch darauf, ob der Spieler sich wohlfühlt.“

Dass Eatherton für eine weitere Saison bei den Löwen unterschreibt, obwohl er anderswo deutlich mehr verdienen könnte, spricht auch für den Verein. Und macht dem Sportdirektor die Arbeit wesentlich leichter. „Uns war wichtig, dass wir die Schlüsselspieler halten. Das muss man auch, wenn man Konstanz und Identifikation aufbauen will. Ansonsten ist das jedes Jahr wieder ein Himmelfahrtskommando“, kommentierte Frank Menz. Der Löwen-Trainer wies außerdem darauf hin, dass auch Eatherton von seiner Entscheidung profitieren werde, denn „ich bin sicher, dass er bei uns in einer guten Situation ist, einen weiteren Schritt nach oben zu machen.“

Die immer wieder beschworene Kontinuität ist also kein Lippenbekenntnis mehr. Zumal auch DeAndre Lansdowne noch ein Jahr Vertrag hat. Der US-Guard fackelte gegen die Bayern ein Feuerwerk ab, traf im ersten Viertel vier Dreier in Folge und ragte mit insgesamt 27 Punkten heraus.

Die Löwen-Fans dürfen sich auch im kommenden Jahr auf begeisternden Basketball freuen.

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