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Sebastian Ebel: „Wir lassen uns nicht von kurzfristigen Ergebnissen beeindrucken“

Eintracht-Präsident spricht im NB-Interview über die Chancen im Aufstiegskampf und das Derby.

Eintracht Braunschweigs Präsident Sebastian Ebel. Foto: Susanne Hübner

Von Elmar von Cramon, 24.03.2017.

Braunschweig. Neun Spieltage vor Ende der Saison in der zweiten Fußball-Bundesliga spricht Eintracht-Präsident Sebastian Ebel im NB-Interview über die Chancen der Blau-Gelben im Aufstiegskampf, das Niedersachsenderby gegen Hannover am Osterwochenende und die Nachwuchsarbeit des Vereins.

? Herr Ebel, mit zwei Siegen ist Eintracht optimal ins letzte Saisondrittel gestartet. Wie haben Sie die beiden spannenden Last-Minute-Erfolge gesehen?

!Insbesondere der Last-Minute-Sieg gegen Heidenheim war sehr emotional. Die Stimmung im Stadion fantastisch. Es war ein tolles Zusammenspiel zwischen Fans und Mannschaft. Was gibt es Schöneres, wenn wir uns gemeinsam belohnen?

?Welche Trümpfe hält Eintracht aus Ihrer Sicht im Aufstiegskampf in der Hand?

!Ich denke, dass uns unsere mentale Stärke weit bringen kann. Insbesondere auch im Zusammenspiel zwischen Fans und Mannschaft. Unsere Mannschaft kann sich frei entfalten und mit großer Entschlossenheit ihre Chance wahrnehmen.

?Nach der Winterpause gab es zunächst eine kleine Durststrecke. Wie haben Sie diese Phase erlebt?

!Natürlich war auch ich frustriert. Aber letztendlich ist es unsere gemeinsame Aufgabe, die Chancen für die nächsten Spiele zu optimieren. Und darauf fokussieren wir uns auch nach einem verlorenen Spiel.

?Mannschaft und Trainer mussten nach den Spielen gegen St. Pauli und Aue teils heftige Kritik einstecken. Haben Sie hierfür Verständnis oder waren solche Reaktionen aus ihrer Sicht überzogen?

!Gerade nach den Spielen gegen Aue und Pauli haben wir auch viel Zuspruch erhalten. Das ist ganz wichtig, weil wir nur gemeinsam schwächere Perioden überwinden können. Die eine oder andere Kritik tut natürlich auch weh. Aber das ist ja unsere Rolle als Verantwortliche, hier für Ruhe gegenüber Mannschaft und Trainerteam zu sorgen. Wir lassen uns – im Positiven wie im Negativen – nicht von kurzfristigen Ergebnissen beeindrucken.

?Welche(r) Spieler haben (hat) Sie in der Rückrunde bislang am meisten beeindruckt?

!Ich möchte eigentlich keinen Spieler besonders hervorheben, wir gewinnen oder verlieren als Team gemeinsam. Aber besonders habe ich mich über die tollen Leistungen von Jasmin Fejzic gefreut und natürlich, wie Mirko Boland die Mannschaft im Spiel gegen Heidenheim angetrieben hat.

?Das Niedersachsenderby am Osterwochenende birgt nicht nur aufgrund der Tabellensituation einiges an Brisanz. Was sind Ihre Erwartungen für das Spiel am Karsamstag?

!Ich hoffe sehr, dass wir uns gegenseitig mit Respekt begegnen und wir uns allein auf das Anfeuern unserer Mannschaft konzentrieren können. Wenn wir nicht abgelenkt werden, werden wir auch ein gutes Ergebnis erreichen.

?Momentan wäre Eintracht für die Relegation qualifiziert. Haben Sie einen Wunschgegner, falls auch am Ende der dritte Platz herauskommt?

!Ich denke nur von Spiel zu Spiel. Und wenn dies uns auf den Relegationsplatz führt, nehmen wir jeden Gegner gerne.

?Gibt es bestimmte Dinge in Bezug auf Eintracht, die Sie in nächster Zeit vorantreiben möchten?

! Ich finde unsere Nachwuchsarbeit klasse. Unsere U19 steht im Pokalfinale in Berlin. Das ist herausragend. Deshalb fokussieren wir uns weiterhin auf unsere Nachwuchsarbeit, dies ist die Basis für eine erfolgreiche Entwicklung des Profibereichs. Und da haben wir natürlich einige gute Ideen, die auch dem Gesamtverein zugute kommen würde, wie zum Beispiel eine Mehrfeldhalle.

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