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St. Petri hat keinen Dachschaden mehr

Nach Sturm Xavier hatte die Kirche ein paar Ziegel locker – Am Montag kamen die Dachdecker.

Dachdecker Michael Meinecke auf dem Weg nach oben. In 15 bis 17 Metern Höhe, so schätzt er, sind auf dem Hauptschiff ein paar Ziegel verrutscht. Foto: Marion Korth

Von Marion Korth, 29.11.2017.

Braunschweig. Der Arbeitseinsatz beginnt mit einer Runde um die Kirche und aufmerksamen Blicken nach oben. Die Kirche St. Petri hat seit dem letzten Sturm Anfang Oktober ein paar Ziegel locker, am Montag rückten die Dachdecker an. Vier schadhafte Stellen, an denen Ziegel abgehoben worden oder verrutscht sind, haben Michael Meinecke und sein Kollege von der Dachdeckerei Hillebrandt aus Hornburg von unten ausgemacht.

„20 Ziegel haben wir mitgebracht, wenn wir mehr brauchen, müssen wir noch zum Dachdeckereinkauf fahren“, sagt Meinecke. Hier geht es nicht nur um die richtige Passform, denn bei St. Petri dürfen nicht irgendwelche Standardziegel aufs Dach, sondern nur welche, die dem Denkmalschutz genügen. Mitgebracht haben die beiden Dachdecker auch gleich einen Hubwagen. „15 Meter, vielleicht sogar 17“, schätzt Meinecke die Höhe ein, bis zu der sie hochmüssen. Der Liftwagen schafft 33, das dürfte also kein Problem sein. Meinecke kennt die Kirche, war berufsbedingt schon öfter hier. „Nichts Neues“, sagt er gelassen. Auch wenn jeweils nur wenige Ziegel fehlen, besteht Handlungsbedarf. Wo erst einmal ein Loch in der Abdeckung ist, habe es der Wind leichter, beim nächsten Mal gleich richtig abzudecken.
Ein großer Sturmschaden ist nicht entstanden, kompliziert macht es eigentlich nur die Höhe und dass der Liftwagen vier Mal umgeparkt werden muss, um alle Ecken zu erreichen. Kostenpunkt für den Einsatz des Spezialfahrzeugs und den der Dachdecker – mehr als 2500 Euro, sagt Hausherrin Pfarrerin Gabriele Geyer-Knüppel. In diesem Fall ein Sturmschaden, für den die Versicherung aufkommt. „Aber wir müssen jedes Mal nachweisen, dass es tatsächlich ein Sturm oder Gewitter war“, sagt die Pfarrerin.

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