Sterben auf eigenen Wunsch

Durch ein aktuelles Gerichtsurteil kann die Lage für Menschen, die nicht mehr Leben können und wollen, verbessert werden.

In Extremfällen soll es einen Zugang zu einer tödlichen Dosis Betäubungsmittel für einen Suizid geben. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag, 2. März, entschieden (Az: BVerwG 3 C 19.15)

Schwerkranke Menschen hätten gemäß Grundgesetz das Recht zu entscheiden, wie und wann sie aus dem Leben scheiden wollen.

Zugrunde lag der Fall einer Frau aus Braunschweig, die nach einem Unfall hochgradig querschnittsgelähmt und ein Pflegefall war. Sie wollte ihrem als unwürdig empfundenen Leben ein Ende setzen.

Die Frau hatte vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die Erlaubnis beantragt, 15 Gramm Natrium-Pentobarbital in einer Apotheke erwerben zu können. Sie empfand ihr Leben als unerträglich und entwürdigend und wollte es beenden. Das Bundesinstitut hatte dies abgelehnt, weil die Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes eine solche Erlaubnis ausschlössen.

Sie nahm sich schließlich 2005 in der Schweiz mit Unterstützung eines Sterbehilfevereins das Leben. Geklagt hatte ihr Ehemann.

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