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Trainer Torsten Lieberknecht: „Wir können den Punkt vergolden“

Fußball: Eintracht erkämpft 0:0 auf St. Pauli – Sonntag Heimspiel gegen den MSV Duisburg.

Den Ball im Blick: Eintrachts Suleiman Abdullahi gegen Christopher Avevor (St. Pauli ). Foto: imago

Von Elmar von Cramon, 13.03.2018.

Braunschweig. Zufrieden kehrten Eintrachts Zweitliga-Fußballer vom Gastspiel beim FC St. Pauli zurück und brachten nach torlosen 90 Minuten einen Zähler mit nach Hause. Vor dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg am Sonntag bleibt es dennoch spannend. Nach wie vor befinden sich die Löwen im dichten Feld zwischen Auf- und Abstiegsrelegation und haben nur drei Punkte Vorsprung vor dem Tabellensechszehnten Erzgebirge Aue.

„Wir haben uns hervorragend an die katastrophalen Platzverhältnisse angepasst und eine hohe Bereitschaft gezeigt, die Partie abzuarbeiten“, war Torsten Lieberknecht mit der Leistung seiner Elf am Millerntor zufrieden und lobte auch die über 3000 mitgereisten Fans: „Sie haben sich sensationell gezeigt.“
Für das anstehende Heimspiel gegen den MSV Duisburg sieht der Eintracht-Coach Parallelen zur Ausgangslage nach dem 0:0 gegen Sandhausen, als die Mannschaft im Anschluss Union Berlin besiegen konnte: „Wir können den Punkt „vergolden“, wenn wir jetzt gegen Duisburg gewinnen.“
Die Meidericher spielen seiner Meinung nach eine „überragende Saison“ und sind trotz der jüngsten beiden Niederlagen gegen Kiel und Düsseldorf ein heißer Anwärter auf den Relegationsrang: „Gegen Duisburg müssen wir ähnlich agieren wie beim 2:1 gegen Regensburg. Sie spielen mit hoher Physis und sind eine der besten Kontermannschaften der Liga.“
Bei Mirko Boland dürfte die Freude vor dem Duell mit dem MSV besonders groß sein; der jüngst wiedergenesene Routinier könnte gegen seinen Ex-Klub seinen 300. Punktspieleinsatz im blau-gelben Trikot feiern. Mit seiner Kampfkraft und Einsatzfreude hatte der 30-Jährige in den vergangenen beiden Begegnungen maßgeblichen Anteil an den vier eingefahrenen Zählern. „Er ist ein Anker für die jungen Spieler, schon im Heimspiel gegen Regensburg haben die Zuschauer gemerkt, dass uns jemand wie er gefehlt hat“, freut sich Lieberknecht, will den Mittelfeldspieler aber nicht verheizen: „Nach seiner langen Pause ist die richtige Belastungssteuerung sehr wichtig.“
Mit einem Sieg gegen die „Zebras“ könnte sich Eintracht zwar weitere Luft im Abstiegskampf verschaffen, wirklich in Sicherheit wären die Löwen mit dann 36 Punkten aber weiterhin nicht. „Durch die Ergebnisse vom Wochenende ist alles noch enger zusammengerückt, es wird bis zum Ende ein knappes und interessantes Rennen bleiben“, blickt Lieberknecht voraus. Der 44-Jährige hofft allerdings, dass sein Team aus den jüngsten Auftritten Selbstvertrauen gesammelt hat: „Wir konnten uns trotz Rückschlägen festigen, gehen die weiteren Aufgaben dennoch mit ausgefahrenen Antennen an.“
Für das Spiel gegen den MSV wird vermutlich keiner der bislang Verletzten zurückkehren. Neben den Langzeitverletzten Julius Biada und Joe Baffo fallen auch Steve Breitkreuz (Knieprobleme) und Özkan Yildirim (Rücken) weiterhin aus. Bei Ken Reichel (Zerrung) und Georg Teigl (Sprunggelenksstauchung) ist Lieberknecht ebenfalls skeptisch: „Bei beiden wird es eng.“
Von unwahren Gerüchten über seine sportliche Zukunft will sich der Eintracht-Coach auch weiterhin nicht beeindrucken lassen: „Ich hatte die Sache ja schon vorher dementiert, entweder man glaubt mir oder nicht.“ Amüsiert zeigte er sich vor allem über die vermeldete „Tatsache“, dass er auf der Suche nach einem Kitaplatz für seine Kinder sei: „Das würde ihnen wenig nützen, da alle drei schulpflichtig sind.“

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