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Und plötzlich sind sogar die Playoffs drin

Braunschweig.

So sehen Sieger aus: Wie seine Mannschaftskameraden feierte auch Tommy Klepeisz den Sieg der Löwen gegen Frankfurt – den dritten in Folge – ausgelassen. Foto: Kleinschmidt/BestPixels.de

Nach 22 absolvierten Partien in der Basketball-Bundesliga haben die Löwen schon zehn Siege auf der Habenseite – vier mehr als in der gesamten vergangenen Saison. Da verwundert es nicht, dass nach dem 77:74-Heimtriumph gegen die Skyliners aus Frankfurt am Donnerstagabend immer wieder das Wort „Playoffs“ zu hören war.

Gut eine Minute vor Ende des dritten Viertels sah es noch nach einem typischen Spiel gegen den „Angstgegner“ aus Hessen aus: Die Löwen hatten das Viertel komplett verschlafen, der kleine 37:38-Huckel zur Halbzeit war zu einem 43:57-Berg angewachsen. Doch die Braunschweiger waren gewillt und fähig, den Steilanstieg zu wagen. Mit einem 14:0-Lauf im Schlussviertel, getragen von DeAndre Lansdowne (23 Punkte), Bazou Koné (16) und Tommy Klepeisz (13), erklommen sie den Gipfel, drehten das Spiel – und feierten mit ihren Fans den dritten Sieg in Folge.

Ein Blick auf die Tabelle erstaunt. Auf Platz 12 liegend steht der Klassenerhalt nicht mehr infrage, zwölf Punkte mehr als der 17., die Rockets aus Erfurt, werden reichen. Andererseits haben die Löwen nur zwei Punkte weniger als Meister Bamberg auf Playoff-Platz acht – wenn auch drei Spiele mehr absolviert.

„Wenn man realistisch ist“, so Löwen-Trainer Frank Menz, „haben wir mit dem Niveau der Teams, die da oben stehen, nichts zu tun.“ Vor der Saison galten die Löwen als Abstiegskandidat, insofern hat Menz, ein Meister im Tiefstapeln, sicher nicht Unrecht. Allerdings werden die Löwen anscheinend immer besser – und das mit einem derzeit indisponiert wirkenden Aufbauspieler (Zygimantas Janavicius) und ohne den verletzten serbischen Flügel Nemanja Jaramaz.

„Gegen so eine gute und erfahrene Mannschaft am Ende so abgebrüht aufzutreten zeigt den Charakter der Mannschaft, unsere Cleverness und unseren Basketball-IQ“, betonte Klepeisz, der acht Punkte im Schlussviertel erzielte. Darunter war auch eine beherzte Attacke auf den Korb, wie man sie von ihm in zwei Spielzeiten bisher selten gesehen hatte.

„So, wie wir vorher nicht gegen den Abstieg spielen wollten, wollen wir jetzt nicht auf die Tabelle schauen und an die Playoffs denken. Wir denken von Spiel zu Spiel“, hält Klepeisz den Ball flach. „Was am Ende dabei rauskommt, werden wir sehen.“ Noch zwölf Partien haben die Löwen Zeit zum Punktesammeln.

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