Unfallflucht: Die Skrupel schwinden

Die Polizei präsentiert die Unfallstatistik für 2016 im Landkreis Helmstedt.

Die Statistik besagt, dass die 18- bis 25-jährigen Fahrzeugführer geringer am Unfallgeschehen beteiligt sind als die Gruppe der 45- bis 54-Jährigen. Foto: Rudolf Karliczek

Von Maria Lüer, 22.03.2017.

Helmstedt. Die Polizei hat im vergangenen Jahr 2168 Unfälle landkreisweit aufgenommen, fast 200 weniger als im Jahr davor. Die Statistik des Helmstedter Polizeikommissariats besagt, dass junge Menschen vergleichsweise sicher in ihren Autos unterwegs sind. Die 18- bis 25-jährigen Fahrzeugführer sind mit 231 Unfällen jedenfalls deutlich geringer am Unfallgeschehen beteiligt als die Gruppe der 45- bis 54-Jährigen, die insgesamt auf 397 Unfälle kommen.

„Auch wenn die statistischen Werte zunächst positiv klingen: jeder Verkehrstote ist einer zu viel,“ resümiert Boris Pistorius, niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, die in ganz Niedersachsen vorgelegten Zahlen. Und ergänzt: „Unsere Aufgabe ist es, den Rückgang der Unfallzahlen weiter voranzubringen und genau zu analysieren, wie man den Verkehr auch punktuell immer noch sicherer machen kann“.
Kritisch ist übrigens die Zunahme der Unfallfluchten in den vergangenen Jahren: In 528 Fällen ist dies im Landkreis Helmstedt passiert, und nur 43 Prozent der Fälle davon konnte die Polizei aufklären.

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