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Verletzungen machen die Aufgabe nicht leichter

Fußball-Bundesliga: Der strauchelnde VfL Wolfsburg tritt am Samstag (15.30 Uhr) zum Kellerduell beim SC Freiburg an.

Der Spanier Ignacio Camacho (rechts) gilt als „Mentalitätsmonster“. Gegen Hertha BSC Berlin kehrte der VfL- Kapitän nach langer Verletzungspause endlich auf den Platz zurück. Foto: rs24/Priebe

Von Jörg Kleinert, 06.04.2018.
 

Wolfsburg. Dass dem VfL Wolfsburg Bundesliga-Gastspiele beim SC Freiburg liegen, ist nicht von der Hand zu weisen. Zumindest vermittelt der Blick auf die Statistiken der vergangenen Jahre diesen Eindruck. Die „Wölfe“ gingen in den letzten vier Partien im Breisgau als Sieger vom Platz – eine solche Serie weisen sie bei keinem anderen Bundesliga-Klub auf. Und: Unter Trainer Christian Streich verloren die Freiburger nur gegen Dortmund häufiger als gegen den VfL (siebenmal in zehn Bundesliga-Vergleichen plus einmal im DFB-Pokal).

Zahlen, die am Samstag um 15.30 Uhr indes keine Bedeutung haben, wenn der VfL erneut beim SC Freiburg antritt. Für beide Teams geht es um wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Gewinnt Freiburg, bedeutet das sieben Zähler Vorsprung auf Wolfsburg. Siegt der VfL, verkürzt er den Rückstand auf den SC auf einen Zähler. Oder ist heute Nachmittag womöglich das Remis vorprogrammiert? Die Wölfe spielten am häufigsten unentschieden (14 Mal), die Breisgauer folgen in der Statistik gleich danach (zwölfmal).

Das große Thema bei den Wolfsburgern in dieser Woche: Das Defensivpersonal geht aus. Aktuelles Sorgenkind ist Jeffrey Bruma. Den Innenverteidiger setzt ein Virusinfekt außer Gefecht, er musste Mitte der Woche eine Nachmittagstrainingseinheit vorzeitig entkräftet abbrechen. Brumas gesundheitlicher Zustand lässt die Vermutung zu, dass der 26-Jährige für die Freiburg-Partie kein Kandidat ist.

Gleiches gilt für Abwehrmann Felix Uduokhai. Der hatte das Abschlusstraining vor dem Hertha-Spiel am vergangenen Freitag abbrechen müssen und reiste nicht mit nach Berlin. Am Dienstag trainierte der 20-Jährige nach seiner Kniereizung aber wieder mit dem Team, tags darauf fehlte er schon wieder. Ebenfalls weiter auf der Verletztenliste steht Abwehrspieler Marcel Tisserand.

Kein Kandidat, um die Defensivzentrale in Freiburg dichtzumachen, ist dagegen Mittelfeldabräumer Josuha Guilavogui. Der Franzose handelte sich in Berlin eine gelb-rote Karte ein, ist somit für die Freiburg-Partie gesperrt.

Erfreulich hingegen: John Anthony Brooks war nach seinen Fuß- und Knieproblemen in dieser Woche ins Training zurückgekehrt – früher als erwartet. Letztmals für den VfL auf dem Platz gestanden hatte der Innenverteidiger im Dezember beim 1:1 gegen RB Leipzig.
Doch auch weiter vorne gibt es womöglich Besetzungssorgen. Divock Origi plagen Adduktorenprobleme, Brekalo hat mit Fußschmerzen zu kämpfen. In der Offensive wird auch Freiburg-Coach Streich umbauen müssen. Das DFB-Sportgericht hatte am Mittwoch in mündlicher Verhandlung die Sperre gegen Nils Petersen (gelb-rote Karte) bestätigt. Der Angreifer des SC Freiburg wird die heutige Partie verpassen.

Kleiner Trost für die Freiburger: In sieben Bundesliga-Duellen mit dem VfL gelang Petersen kein Treffer. Die „Wölfe“ sind damit neben Leipzig der einzige Bundesliga-Verein, gegen den der aus Wernigerode stammende SC-Torjäger noch nicht einnetzte.

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