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VfL hat nach Sieg gute Chancen auf Klassenerhalt

Fußball: „Wölfe“ gewinnen Teil eins der Relegation mit 3:1 gegen Holstein Kiel – Montag (20.30 Uhr) Rückspiel beim Zweitliga-Dritten.

Erleichterung: Wolfsburgs Divock Origi jubelt mit seinem Mannschaftskollegen nach dem Tor zum 1:0. Foto: regios24/Darius Simka

Von Julian Jander, 18.05.2018.
 

Wolfsburg. Eine gute Leistung über 70 Spielminuten reichte dem VfL Wolfsburg, um für das Rückspiel eine passable Ausgangssituation zu haben: Der Fußball-Bundesligist gewann Teil eins der Relegation gegen den Zweitliga-Dritten Holstein Kiel mit 3:1 (2:1) und hat damit gute Chancen, beim Rückspiel am Pfingstmontag (20.30 Uhr) den Bundesligaverbleib zu sichern.

Früh zeigte sich, dass die „Wölfe“ die individuell besser besetzte Mannschaft sind. Die Kieler, die in der letzten Saison noch in der 3. Liga spielten, hatten in den direkten Duellen große Probleme, ein geregelter Spielaufbau fand zunächst nicht statt. Wolfsburg agierte dagegen das eine oder andere Mal mit Spielwitz, offensiv stachen vor allem Angreifer Divock Origi sowie die beiden Kreativspieler Josip Brekalo und Yunus Malli heraus. Folgerichtig ging der VfL auch in Führung. Malli fand Renato Steffen, dessen Grätschschuss von Kiel-Keeper Kenneth Kronholm nur nach vorn abgelenkt wurde – Origi staubte zur Führung ab (13.).
Der Ausgleich nach einer halben Stunde fiel dann sehr überraschend: Dominick Drexler tanzte auf der Grundlinie die VfL-Verteidiger William und Robin Knoche aus und fand Kingsley Schindler, der zum 1:1 einschoss (34.). Die Gastgeber sammelten sich kurz – und erzielten dank Brekalo noch vor der Pause die 2:1-Führung: Brekalo hämmerte einen Schuss aus 16 Metern unter die Latte (40.).

Auch nach dem Seitenwechsel spielten zunächst überwiegend die Wolfsburger nach vorne. Erneut trat Origi positiv in Erscheinung. Er schüttelte gleich zwei Gegenspieler ab, steckte perfekt durch für Malli – und dieser traf zum umjubelten 3:1 (56.). Auf dieser Führung schien sich der VfL dann jedoch auszuruhen. Ab Minute 70 drückte Kiel noch mal vehement auf den Anschluss, hatte einige Möglichkeiten. Die besten Chancen vergaben jedoch Marvin Ducksch (82.) und Aaron Seydel (84.). Es blieb beim 3:1 – ein passables Ergebnis aus VfL-Sicht.
Damit war letztlich auch Wolfsburgs Coach Bruno Labbadia zufrieden. „Wir hätten zwar das eine oder andere Tor noch machen, aber auch kassieren können“, resümierte er und bezog sich damit auf die schwache Endphase des Bundesligisten. Generell sei der Plan, den Gegner früh unter Druck zu setzen, jedoch aufgegangen. Labbadia: „Das war entscheidend. Auch mit Ball haben wir gut agiert.“

Spiel kompakt
VfL: Casteels – William, Knoche, Brooks, Uduokhai – Guilavogui – Malli (86. Camacho), Arnold – Steffen (81. Blaszczykowski), Brekalo – Origi (90. Dimata).
Kiel: Kronholm – Herrmann, Schmidt, Czichos, van den Bergh – Peitz (62. Seydel) – Schindler, Kinsombi, Drexler, Lewerenz (62. Mühling) – Ducksch.
Tore: 1:0 Origi (13.), 1:1 Schindler (34.), 2:1 Brekalo (40.), 3:1 Malli (56.).
Zuschauer: 28 800 in der ausverkauften Volkswagen-Arena.
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach).
Gelbe Karten: keine.

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