• Home
  • > >
  • Wölfe haben schwere Aufgabe vor der Brust

Wölfe haben schwere Aufgabe vor der Brust

1. Fußball-Bundesliga: Rekordmeister FC Bayern München ist am Samstag (15.30 Uhr) zu Gast in der Volkswagen Arena – Fan-Protest zu Beginn.

Fällt am Samstag verletzungsbedingt gegen Bayern München aus: Wolfsburgs Marcel Tisserand. Foto: regios24/Darius Simka

Von Jörg Kleinert, 16.02.2018.
 

Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg hat am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga eine schwere Aufgabe vor der Brust. Rekordmeister FC Bayern München ist am Samstag zu Gast. Anstoß in der Volkswagen Arena ist um 15.30 Uhr.

Die Münchner führen unangefochten die Tabelle an. Mit 56 Zählern hat der Deutsche Meister 12 Punkte Vorsprung auf den Zweiten, RB Leipzig. Für die „Wölfe“ sieht es sportlich nicht rosig aus. Ihre Blicke richten sich auf Rang 13 nach unten. Mit 24 Punkten ist der Abstand auf Relegationsplatz 16 mit nur vier Zählern recht knapp.

Die zuletzt schwächelnden „Wölfe“ gegen formstabile Münchener, die 21 von 22 Pflichtspiele gewannen, seit Jupp Heynckes zum bereits vierten Mal auf die Bayern-Trainerbank zurückkehrte – auch eine Partie, die womöglich einen Nebenschauplatz erhält. Der Grund: Bei Teilen der VfL-Fangemeinde bröckelt die Unterstützung für Mannschaft und Verantwortliche nach zuletzt wenig erbaulichen Leistungen. Ausdruck verleihen wollen die Fans ihrem Unmut durch einen Boykott. Gegen die Bayern soll die Nordkurve zunächst leer bleiben – nämlich genau 19 Minuten und 45 Sekunden, in Anlehnung an das Gründungsjahr des VfL. Die Proteste könnten auch nach der Rückkehr der Fans auf die Tribüne weitergehen, zum Beispiel dadurch, dass sich einige der Anhänger mit dem Rücken zum Spielfeld aufstellen und Protestgesänge anstimmen. Entsprechendes war am Dienstag während eines Fantreffens besprochen worden.

Auch in personeller Hinsicht gab es Hiobsbotschaften für die „Wölfe“: Marcel Tisserand und Yannick Gerhardt, die im Pokalspiel beim FC Schalke 04 am vergangenen Mittwoch verletzungsbedingt ausgewechselt werden mussten, stehen Cheftrainer Martin Schmidt, der heute sein 100. Spiel als Bundesligatrainer absolviert, für mehrere Wochen nicht zur Verfügung. Bei der Sprunggelenks-Verletzung von Gerhardt handelt es sich um einen Teilriss des Syndesmosebandes, der Mittelfeldspieler muss einen Spezialschuh tragen.

Abwehrspieler Tisserand laboriert an einem Sehnenriss im hinteren Oberschenkel.
Positiv in Erinnerung geblieben ist den Wolfsburgern der Hinspielauftritt in der bayerischen Metropole. Das Spiel hatte historischen Charakter: Nicht, weil die Bayern das einzige Mal in dieser Saison zu Hause Punkte abgaben, sondern das 2:2 nach 0:2-Rückstand des VfL war das letzte Bundesliga-Spiel von Carlo Ancelotti als Bayern-Trainer.

Schlechte Erinnerungen hegen die VfL-Kicker indes an das letzten Heimspiel gegen den Rekordmeister am 31. Spieltag der Saison 2016/2017. Die 0:6-Niederlage war in der Bundesliga die höchste in der Vereinsgeschichte des VfL.

^