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Zum Auftakt die sportliche Trendwende verpasst

1. Fußball-Bundesliga: Bruno Labbadia holt im ersten Spiel seiner Rettungsmission beim VfL ein 1:1 in Mainz.

Traf zum 1:0 in Mainz: Wolfsburgs Josip Brekalo, hier im Duell mit Danny Latza (FSV). Foto: regios24/Darius Simka

Wolfsburg, 27.02.2018.

Bruno Labbadia gewann noch nie sein erstes Bundesliga-Spiel bei einem neuen Verein (zwei Remis, drei Niederlagen). Der neue Trainer des VfL Wolfsburg, der häufig gerne als „der unabsteigbare Bruno“ betitelt wird, verpasste zum Auftakt seiner Rettungsmission beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten die sportliche Trendwende.

Die „Wölfe“ holten beim Start in den 24. Spieltag der Bundesliga zwar ein 1:1 (1:1) im Kellerduell beim FSV Mainz 05, doch ihr Puffer zum Relegationsplatz 16 beträgt nur einen Zähler. Mit dem 13. Unentschieden stellte der VfL seinen Vereinsrekord für eine komplette Bundesliga-Spielzeit ein. Mainz punktete zum siebten Mal in dieser Saison nach einem Rückstand (zwei Siege, fünf Unentschieden); das gelang keinem Team häufiger.

Dabei begann die Labbadia-Premiere auf der VfL-Bank vielversprechend. Der Kroate Josip Brekalo (6.) traf nach einer William-Flanke für die Wolfsburger, die in den zurückliegenden zehn Partien nur einen Sieg geholt haben. Kurz darauf hätte Josuha Guilavogui vor 25 000 Zuschauern die Führung fast ausgebaut. Der Kopfball des Franzosen landete am Querbalken des FSV-Gehäuses (11.). Die Mainzer, seit sechs Pflichtspielen ohne Sieg, kamen durch das Tor des Japaners Yoshinori Muto (44.) zum späteren Endstand.

Nach dem Seitenwechsel drängten die Mainzer auf die Führung. Die größte Chance in dieser Phase vergab aber freistehend der Ex-Mainzer Yunus Malli (63.). Sechs Minuten vor dem Ende traf Daniel Didavi für den VfL noch den Pfosten.

Auch ein Mainzer hatte noch den Siegtreffer auf dem Fuß. Anthony Ujah scheiterte in der Nachspielzeit an VfL-Schlussmann Koen Casteels.

„Wir sind wirklich gut uns Spiel gekommen und haben viele Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, umsetzen können“, sagte Labbadia. „Mainz musste viele Wege gehen, weil wir den Ball sehr gut haben laufenlassen, auch gut verlagert und im richtigen Moment in die Tiefe gespielt haben.“ In der zweiten Hälfte habe Mainz das Spiel weiter nach vorn verlagert und mehr gepresst, so Labbadia weiter. „Wir konnten uns nicht mehr so gut befreien, hatten aber sehr viele Konterchancen. Deswegen ist es schade, dass wir das Spiel nicht für uns entschieden haben.“

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