Selbstbewusst ins erste Heimspiel

Basketball-Bundesliga: Die Löwen empfangen heute (18 Uhr) Ulm

Am 2. Weihnachtstag 2018 schlugen die Löwen Ulm 82:77. Tommy Klepeisz (li.) sorgte für die Entscheidung. Archivfoto: imago

Braunschweig. Nach ihrem Saisonstart mit zwei Auswärtssiegen in Liga und Pokal wollen die Löwen-Basketballer nun auch vor ihren eigenen Fans erfolgreich sein. Am heutigen Samstag (18 Uhr) besucht mit ratiopharm Ulm allerdings ein Spitzenteam der Bundesliga die VW-Halle, das den Braunschweigern einiges abverlangen wird.

Überrascht sei er nicht gewesen von den ersten beiden Pflichtspiel-Auftritten des neu formierten Teams, sagt Sebastian Schmidt. „Wir waren, im Gegensatz zu vielen anderen, von unserer Qualität überzeugt“, stellt der Löwen-Geschäftsführer klar. Zu viel sei in die Testspiele, die selten wunschgemäß verlaufen waren, hinein interpretiert worden. Aber da war ja auch Aufbau-Neuzugang Trevor Releford noch nicht dabei. „Er hat uns in der Kürze der Zeit eine ganz andere Qualität gegeben, die auch extrem wichtig war, um die ersten beiden Siege einzufahren“, sagt Schmidt.

Mit Ulm erwarten die Braunschweiger heute einen Gegner, der noch einmal deutlich stärker einzuschätzen ist als Göttingen oder Ludwigsburg. Löwen-Trainer Pete Strobl kennt den Klub nur zu gut, war er doch in den vergangenen drei Jahren Co-Trainer an der Donau. „Natürlich will ich dieses Spiel gewinnen“, sagt Strobl, allerdings ganz ungeachtet seiner Ulmer Vergangenheit: „Ich will jedes Spiel gewinnen.“ Viele Spieler haben den Tabellensechsten der Vorsaison im Sommer verlassen, mit dem Slowenen Jaka Lakovic, der Thorsten Leibenath abgelöst hat, sitzt auch ein neuer Trainer auf der Bank.

Hochwertig besetzt sind die Ulmer, die mit zwei Heimsiegen gegen Rasta Vechta in Liga und Pokal gestartet sind, ehe sie am Mittwoch im Eurocup gegen Bologna unterlagen (79:92), aber auch weiterhin. „Sie haben viel Geld, das sie in gute Spieler investiert haben“, weiß Strobl, und der Löwen-Trainer ergänzt: „Mit so einem Budget müssen sie gut sein.“

Ein Coup gelang den Süddeutschen mit der Verpflichtung des erfahrenen Shooting Guards Zoran Dragic. Der slowenische Europameister von 2017 ist ebenso eine Bereicherung für die Liga wie der Franzose Killian Hayes, ein erst 18-jähriger Aufbauspieler, der die Ulmer in die Schlacht führt.

Löwen-Kapitän Tommy Klepeisz erinnert sich gern an das bislang letzte Heimspiel gegen Ulm im Dezember. Mit 82:77 wurde da gewonnen, er selbst machte mit einem Dreier und vier verwandelten Freiwürfen am Ende alles klar. So darf es auch gern diesmal wieder laufen. „Der gute Saisonstart gibt Selbstvertrauen und motiviert uns für den Heimauftakt. Auf das Spiel sind wir alle schon heiß“, freut sich der Österreicher auf die Begegnung.

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