Lange Sommerpause mit einigen Unbekannten | Neue Braunschweiger
30. April 2020
Sport

Lange Sommerpause mit einigen Unbekannten

Basketball-Bundesliga: Für die Braunschweiger gibt es auch in der spielfreien Zeit viel zu tun – Klepeisz und Eatherton sollen Löwen bleiben

Scott Eatherton (l.) gehört zu den Konstanten bei den Löwen und soll dies auch in Zukunft bleiben. Foto: SoulClap Media/oh

Braunschweig. Die Bundesliga-Saison 2019/2020 ist für Braunschweigs Basketballer vorüber. Während sich zehn Vereine dazu entschlossen haben, die Serie in einem verschlankten Modus zu Ende zu bringen, haben sich die Löwen wie auch sechs andere Mannschaften gegen die Teilnahme an einem solchen „Geisterturnier“ entschieden. Das bedeutet auch: Die Mannschaft, die Trainer Pete Strobl zuletzt auf das Feld geschickt hat, wird in dieser Formation nie wieder zusammen spielen.

Während Strobl und seine Mannen, von denen einige auch im kommenden Jahr bei den Löwen unter Vertrag stehen, nun eine eine lange Sommerpause vor der Brust haben, muss in den Büros der Tunicahalle eifrig weitergearbeitet werden – zu tun gibt es genug. „Erstmal geht es darum, diese Saison wirtschaftlich so abzuschließen, dass wir eine Zukunft haben“, beschreibt Löwen-Geschäftsführer Sebastian Schmidt die primäre Aufgabe, die auf ihn und sein Geschäftsstellen-Team wartet.

Doch nicht nur das liebe Geld, auch der Sport spielt weiterhin eine Rolle, erklärt Schmidt: „Da die Saison für uns jetzt wirklich beendet ist, werden wir jetzt die Abschlussgespräche führen. Das haben wir bisher schon ein bisschen gemacht, aber jetzt können wir es konsequent machen, mit den Spielern und den Trainern.“ Denn auch wenn die Saison für die Löwen vorzeitig beendet wurde, werde es dennoch selbstverständlich eine sportliche Analyse geben, betont der Manager.

Auch Gespräche mit Spielerberatern und Agenten stehen nun auf dem Programm, auch wenn das Thema Verpflichtungen und Vertragsverlängerungen „momentan logischerweise in der ganzen Branche sehr schleppend“ vorangeht, wie Schmidt berichtet. Dies liege vor allem daran, dass im Moment niemand wisse, wann und wie die kommende Saison beginnen und ablaufen wird. Kalkulierte man etwa den wohl schlimmsten Fall, nämlich eine ganze Saison ohne Zuschauer in den Hallen, dann würden folgerichtig auch die Etats für die Spielergehälter deutlich schrumpfen.

„Zum aktuellen Zeitpunkt können wir keine seriösen Aussagen über Gehälter oder ähnliches treffen. Geschweige denn über Saisonstart oder Trainingsstart. Das können die anderen Teams aber genauso wenig“, sagt Schmidt. Dennoch stehe man in Kontakt mit den Spielern, insbesondere mit Tommy Klepeisz und Scott Eatherton, den beiden dienstältesten Löwen-Profis, deren Verträge auslaufen. „Man tauscht sich auf jeden Fall aus. Gerade auch mit diesen beiden, weil sie schon so lange da sind. Und wir werden natürlich versuchen, die beiden zu halten“, stellt Schmidt klar.

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