Vfl überwintert auf Champions-League-Platz | Neue Braunschweiger
22. Dezember 2020
Sport

Vfl überwintert auf Champions-League-Platz

Nach Sieg gegen Stuttgart auf Platz 4

Ridle Baku im Sprintduell beim Sieg gegen Stuttgart. Foto: regios 24

Von Jens Neumann

Wolfsburg. Die „Wölfe“ überwintern auf einem Champions-League-Platz! Die Fußballer des VfL Wolfsburg haben das Bundesligajahr 2020 mit einem 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den bis dato auswärts ungeschlagenen VfB Stuttgart abgeschlossen und sich damit auf den vierten Tabellenrang vorgeschoben. Vorbei an Borussia Dortmund, wo die Grün-Weißen bereits am Sonntag, 3. Januar (15.30 Uhr), zum ersten Spiel des Jahres 2021 antreten werden.

Keine Frage, es war noch einmal eine echte Energieleistung des Teams von VfL-Chefcoach Oliver Glasner, der zu allerhand Umstellungen gezwungen war. Denn: Maximilian Arnold und Jerome Roussillon waren positiv auf Corona getestet worden und fielen aus. Zudem mussten sich auch – neben Tim Siersleben – Maximilian Philipp und Xaver Schlager vorsorglich in Quarantäne begeben. Damit brach kurzfristig das gesamte zentrale Mittelfeld der Vorwoche weg.

„Ich möchte der Mannschaft für diesen Sieg ein großes Kompliment aussprechen. Für uns alle waren es zuvor komplizierte 24 Stunden. Wie sie als Mannschaft damit umgegangen sind, davon bin ich wirklich begeistert“, erklärte Oliver Glasner und schob nach: „Es war schwierig, aber sie haben eine tolle Leistung gezeigt – mit viel Elan und Power den Sieg bis zum Schluss verteidigt. Das war eine Energieleistung, die mich beeindruckt hat und deswegen bin ich sehr glücklich.“

Gleich zu Beginn der Partie zeigten die „Wölfe“, dass sie die Hausherren i sind und nahmen jeden Zweikampf an. Yannick Gerhardts Versuch landete jedoch am Außenpfosten (12.) und auch die Direktabnahme von Josip Brekalo fand nicht den Weg ins Tor (14.). Die große Stuttgarter Stärke zeigte sich dann in Minute 24: im Umschaltspiel. Der Ex-Wolfsburger Daniel Didavi schickte Silas Wamangituka auf die Reise, der das Leder jedoch knapp am langen Eck vorbeischob. Pech hatte auf der Gegenseite Yannick Gerhardt (31.), dass sein Kopfballtreffer nicht gegeben wurde, da Bartosz Bialek seinen Gegenspieler leicht weggeschoben hatte. So ging es torlos in die Pause.

Gerade einmal vier Minuten waren in Durchgang 2 gespielt, als die Gastgeber endlich jubeln durften: Ein gleich zweimal abgefälschter „Billard-Freistoß“ von Brekalo fand den Weg in die Maschen zum 1:0 für den VfL. Der hatte dann jedoch Glück, als Stuttgarts Nicolas Gonzalez (70.) freistehend vor dem nahezu leeren VfL-Tor die Riesenchance zum Ausgleich vergab. In der Schlussphase hielt die Wolfsburger Defensive den Angriffsbemühungen der Schwaben stand, die somit auf fremdem Platz die erste Niederlage der Saison hinnehmen mussten, während die Wölfe den fünften Heimsieg in Folge feierten – und damit auf Tabellenplatz 4 überwintern.

„Chancen gab es auf beiden Seiten. Der VfL trifft per Freistoß, während wir unsere Möglichkeiten nicht genutzt haben. Dennoch war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem wir eine schlechtere Chancenwertung hatten und deswegen mit einem 0:1 nach Hause fahren“, resümierte Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo, dessen Elf eine starke erste Halbserie ungekrönt ließ. Der Aufsteiger geht als Tabellensiebter in die kurze Winterpause.

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