19. Juni 2021
Wirtschaft

5000 Schulen sind schon am Netz

IServ bietet Softwarelösungen „made in Braunschweig“ – Förderbescheid über 1,7 Millionen

Wirtschaftsminister Althusmann mit dem IServ-Gründer Jörg Ludwig (rechts) und dem weiteren Geschäftsführer Benjamin Heindl. IServ GmbH

Braunschweig. So viel Zuversicht trotz und gerade wegen Corona wird belohnt. Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann fuhr jetzt mit dem Baufahrstuhl in den siebten Stock, um über den Dächern von Braunschweig den Förderbescheid über 1,7 Millionen Euro an die IServ-Geschäftsführer Jörg Ludwig und Benjamin Heindl zu übergeben.

„Zeichen der Anerkennung“

„In den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie hat IServ einen wichtigen Beitrag geleistet. Durch eine zunächst kostenfreie Version konnten im März 2020 innerhalb von zwei Wochen über 700 Bildungseinrichtungen ans Netz angeschlossen werden. Mitten in dieser für die Wirtschaft unsicheren Situation beweist IServ durch die Erweiterung des Betriebs unternehmerischen Mut. Ich freue mich sehr, dass wir sie hierbei mit unserer Förderung unterstützen können“, betonte Althusmann, der von IServ-Gründer Jörg Ludwig durch die künftigen Büros der neuen Firmenzentrale auf dem Gelände des „Quartiers Berliner Straße“ geführt wurde.
Zwar seien das nur zehn Prozent der gesamten Investitionssumme, aber der Förderbescheid sei auch ein Zeichen der Anerkennung. „IServ ist unser Leuchtturm“, lobte der Minister.

„Fünf Jahre übersprungen“

„Mit der Pandemie haben wir im Bereich der Digitalisierung in Deutschland locker fünf Jahre übersprungen“, erklärte Jörg Ludwig, der das Unternehmen 2001 gegründet hat. Das wichtige Thema der Schuldigitalisierung sei erkannt worden. „Der Besuch des Ministers und die Förderung sind ein eindeutiger Beleg dafür. Das verstehen wir nicht nur als Anerkennung für die Schaffung von Arbeitsplätzen, sondern auch als Motivation, mit der neuen Firmenzentrale konsequent unsere Vision voranzutreiben und noch mehr Schulen fit für die digitale Zukunft zu machen“, betonte er.

In dem siebenstöckigen Gebäude entstehen moderne Arbeitsplätze. Rund 60 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat das Unternehmen im vergangenen Jahr eingestellt. Bis Februar 2022 sollen noch einmal 40 hinzukommen. Die Geschäftsführer sind froh, dass sie enge Kontakt in n die Stadt und die Wissenschaft haben. „Wir sind zuversichtlich, dass wir weitere gute Mitarbeiter finden“, sagen sie, „wir haben ein großartiges Betriebsklima, die Menschen arbeiten gern bei uns.“

Die IServ GmbH ist aus einem Schulprojekt hervorgegangen und hat sich zum führenden deutschen Anbieter für Schuldigitalisierung entwickelt. Die Softwarelösungen „made in Braunschweig“ werden heute von über 2,5 Millionen Schülerinnen und Schülern sowie und Lehrkräften an rund 5.000 Schulen genutzt.

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